Donnerstag, 12. Juli 2018

Vom Rechtsextremismus zum Rechtsterrorismus – die NSU-„Affäre“



Das Urteil im NSU-Prozess ist eine offizielle Bilanz der BRD: Die 
Gegenbilanzen sind eindeutig – neue Menschenjagd-Aufrufe der Rechten 
erst recht…

Wenn am heutigen 11. Juli 2018 das Münchener Oberlandesgericht nach 
rund 5 Jahren Prozess die Urteilsverkündung vornimmt, so kann man dies 
auch als den Zeitpunkt der Verkündung der offiziellen Bilanz der 
„NSU-Affäre“ durch die BRD sehen. Im Verlaufe dieser 5 Prozessjahre 
haben NebenklägerInnen und ihre Anwälte, antifaschistische 
Gruppierungen und Organisationen von MigrantInnen und die kritischen 
JournalistInnen verschiedener Medien immer wieder die Beschränkungen 
der Prozessführung insbesondere durch die Staatsanwaltschaft hervor 
gehoben und kritisiert. Nach dem Motto „1-2-3, was darüber ist, ist 
von Übel“ wurde alles getan, um tiefer gehende Nachforschungen zu 
verhindern – das wurde viele Male deutlich und deutlich gemacht und 
auch LabourNet Germany hat darüber immer wieder berichtet. Seien es 
ungeklärte Todesfälle rund um die NSU-Nachforschungen oder die 
Beteiligung der Geheimdienste, die immer wieder als „Versagen“ 
beschönigt wurde oder, gelinde gesagt, höchst seltsame (Nicht)Vorgänge 
rund um Heilbronn. Passend zum „Bilanztag“ kommen neue Drohungen 
faschistischer Banden ans Tageslicht – weswegen auch die „Kontinuität 
der Mordbrenner“ ein höchst aktuelles Thema ist. Siehe dazu in der 
aktuellen Materialsammlung ein exemplarisches Interview mit einem 
Terror-Betroffenen, eine aktuelle Enthüllung über 
Nazi-Menschenjagd-Aufrufe im Juli 2018, über die eindeutige 
(Nicht)Reaktion von Polizei&Co, über längst bekannt gewordene weitere 
NSU-Taten und Verbindungen  – und einen ausführlichen 
Hintergrundbeitrag zur Mordpolitik der Faschisten in der BRD, sowie 
Fakten zur Fortexistenz des NSU
http://www.labournet.de/?p=134524

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