
Neues aus dem RLS Afrikareferat
Liebe Afrikainteressierte, Kolleg_innen und Freund_innen,
wir
möchten Euch / Sie auf eine kommende Veranstaltung, Publikationen und
Nachrichten aus unseren Projektregionen aufmerksam machen:
Veranstaltung
Vernissage und Diskussion zur Ausstellung: 100 Jahre Nelson Mandela
19.07.2018 | Foyer und Salon der RLS | Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Am
18. Juli 2018 wäre Nelson Rolihlahla Mandela 100 Jahre alt geworden.
Mandela gilt wie kein anderer als Schlüsselfigur der
Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika. Er verbrachte einen Großteil
seines Lebens in Haft und wurde später Präsident des befreiten
Südafrika, bevor er sich 1999 aus der Politik zurückzog. Mit seiner
konsequenten Politik der Versöhnung prägte er in hohem Maße den Übergang
zu einem demokratischen Südafrika. Mit seinen ökonomischen Reformen
schien er sich jedoch von den progressiven Ideen verabschiedet zu haben,
die ihn vorher geleitet haben. Eine Kritik an ihm besagt, er habe nur
kurz eine Gesellschaft einen, aber keine Nation errichten können.
Die
englischsprachige Ausstellung der Nelson-Mandela-Foundation zeigt die
Lebensstationen des Menschen und des Politikers Nelson Mandela und wird
vom 19.7. - 23.8.2018 gezeigt.
18:00
Uhr Vernissage mit Grußworten von S.E. Phumele Stone Sizani
(Botschafter der Republik Südafrika), Dagmar Enkelmann
(RLS-Vorstandsvorsitzende), Arnold Isaacs (Mayibuye Südafrika Community
e.V.) und musikalischer Untermalung
19:00
Uhr Diskussion «100 Jahre Mandela – sein Jahrhundert, welches Erbe?»
mit Ben Khumalo-Seegelken, Simone Knapp, Jeanette Buis und mit
Videosequenzen von Jozi.tv.
Die Diskussion findet auf Englisch statt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Mayibuye Südafrika Community e.V.
Publikationen
Three Layers of Uncertainty in Mozambique. What’s Happening and Why Does It Matter?
Mozambique
faces ongoing economic and political uncertainty. Economically it
continues to be profoundly impacted by the negative consequences of the
so-called “hidden loans”. Politically, the sudden death of Afonso
Dhlakama, leader of Resistência Nacional de Moçambique (RENAMO), and the
emergence of what is being called “Islamic radicalism” in the northern
part of the country cast doubt upon Mozambique’s prospects to live under
full peace and stability. Fredson Guilengue works at the
Rosa-Luxemburg-Stiftung in Johannesburg argues that present-day
Mozambique is characterized by potentials for multi-centred crisis which
may also lead to multi-centred violence.
To the publication here
Koloniale Amnesie
Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit
Derzeit
wird in deutschen Landen darum gestritten, ob und in welcher Form sich
der kolonialen Gewaltgeschichte des Deutschen Kaiserreichs erinnert
wird. Damit ist die Frage verbunden, ob es eine angemessene Form der
Auf- und Verarbeitung gibt. Dem halten Henning Melber und Reinhart
Kößler die These entgegen, dass weiterhin von kolonialer Amnesie
gesprochen werden muss. Amnesie schließt eine Befassung mit dem
Kolonialthema nicht aus. Kolonialherrschaft wird dann zwar nicht
verherrlicht, aber doch tendenziell relativierend oder gar noch immer
romantisierend apologetisch behandelt und die Forderungen einer
postkolonial inspirierten Zivilgesellschaft als ideologisch
zurückgewiesen.
Zu der Publikation hier
Das «globale 1968» auf dem afrikanischen Kontinent
In
den Jubiläumsbänden zu 1968 finden Ereignisse auf dem afrikanischen
Kontinent kaum Berücksichtigung, obwohl Studierende aus vielen
afrikanischen Ländern Teil des globalen Aufstands waren. Heike Becker
wirft einen Blick auf die damaligen Ereignisse in Dakar und Kapstadt.
Zu der Publikation hier
1968 und deutscher Kolonialismus — war da was?
Der Denkmalsturz von Heinrich von Wißmann in Hamburg.
1968
wurde das Denkmal des Kolonialisten Heinrich von Wißmann von linken
Student_innen an der Universität Hamburg gestürzt. Der "Denkmalsturz"
stellt eine der ersten Auseinandersetzungen um die oftmals verdrängte
koloniale deutsche Vergangenheit dar. Andreas Bohne wirft einen Blick
auf die damaligen Ereignisse.
Zu der Publikation hier
Nachricht
Beschäftigung im Bergbausektor
Kämpfe von Gemeinschaften in Tunesien und Südafrika
Die
Diskrepanz zwischen den im industriellen Bergbau erzeugten Gewinnen und
der lokalen Arbeitsplatzsituation steht häufig im Zentrum sozialer
Spannungen. Denn obwohl Bergbauunternehmen, Regierungsvertreter*innen
und sogenannte Entwicklungsorganisationen gern auf die
Beschäftigungsmöglichkeiten im Bergbau verweisen, leiden umliegende
Gemeinschaften häufig unter den Bergbauaktivitäten. Kritiker*innen geben
zudem zu bedenken, dass die Zahl der tatsächlich geschaffenen
Arbeitsplätze nur klein ist. Mai Choucri, Mitarbeiterin des RLS-Büros in
Tunis, beleuchtet anhand zwei Fallstudien aus Südafrika und Tunesien
das Themenfeld und veranschaulicht welche Rolle Community Organising
spielen kann.
Zur Nachricht hier
Labour struggles in the South African wine industry
Interview with Trevor Christians
Trevor
Christians is the general secretary of the Commercial, Stevedoring and
Allied Workers’ Union (CSAAWU) that represents agricultural workers in
South Africa. He is a strong supporter of the strikes in the wine
industry.
To the video here
Wir würden uns freuen, Euch / Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen und wünschen viel Spaß beim lesen.
Das Afrikareferat der RLS
Andreas Bohne | Rosa-Luxemburg-Stiftung | Project Manager East Africa | Zentrum für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit ZID – Referat Afrika | Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin | T: +49 (0)30-44310-461 | F: +49-(0)30-44310-181 | bohne@rosalux.de | www.rosalux.de
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen