Donnerstag, 12. Juli 2018

Neues aus dem Afrikareferat


Neues aus dem RLS Afrikareferat
Liebe Afrikainteressierte, Kolleg_innen und Freund_innen,
wir möchten Euch / Sie auf eine kommende Veranstaltung, Publikationen und Nachrichten aus unseren Projektregionen aufmerksam machen:


Veranstaltung

Vernissage und Diskussion zur Ausstellung: 100 Jahre Nelson Mandela
19.07.2018 | Foyer und Salon der RLS | Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Am 18. Juli 2018 wäre Nelson Rolihlahla Mandela 100 Jahre alt geworden. Mandela gilt wie kein anderer als Schlüsselfigur der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika. Er verbrachte einen Großteil seines Lebens in Haft und wurde später Präsident des befreiten Südafrika, bevor er sich 1999 aus der Politik zurückzog. Mit seiner konsequenten Politik der Versöhnung prägte er in hohem Maße den Übergang zu einem demokratischen Südafrika. Mit seinen ökonomischen Reformen schien er sich jedoch von den progressiven Ideen verabschiedet zu haben, die ihn vorher geleitet haben. Eine Kritik an ihm besagt, er habe nur kurz eine Gesellschaft einen, aber keine Nation errichten können.

Die englischsprachige Ausstellung der Nelson-Mandela-Foundation zeigt die Lebensstationen des Menschen und des Politikers Nelson Mandela und wird vom 19.7. - 23.8.2018 gezeigt.

18:00 Uhr Vernissage mit Grußworten von S.E. Phumele Stone Sizani (Botschafter der Republik Südafrika), Dagmar Enkelmann (RLS-Vorstandsvorsitzende), Arnold Isaacs (Mayibuye Südafrika Community e.V.) und musikalischer Untermalung

19:00 Uhr Diskussion «100 Jahre Mandela – sein Jahrhundert, welches Erbe?» mit Ben Khumalo-Seegelken, Simone Knapp, Jeanette Buis und mit Videosequenzen von Jozi.tv.

Die Diskussion findet auf Englisch statt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Mayibuye Südafrika Community e.V.


Publikationen

Three Layers of Uncertainty in Mozambique. What’s Happening and Why Does It Matter?
Mozambique faces ongoing economic and political uncertainty. Economically it continues to be profoundly impacted by the negative consequences of the so-called “hidden loans”. Politically, the sudden death of Afonso Dhlakama, leader of Resistência Nacional de Moçambique (RENAMO), and the emergence of what is being called “Islamic radicalism” in the northern part of the country cast doubt upon Mozambique’s prospects to live under full peace and stability. Fredson Guilengue works at the Rosa-Luxemburg-Stiftung in Johannesburg argues that present-day Mozambique is characterized by potentials for multi-centred crisis which may also lead to multi-centred violence.

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Koloniale Amnesie
Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit

Derzeit wird in deutschen Landen darum gestritten, ob und in welcher Form sich der kolonialen Gewaltgeschichte des Deutschen Kaiserreichs erinnert wird. Damit ist die Frage verbunden, ob es eine angemessene Form der Auf- und Verarbeitung gibt. Dem halten Henning Melber und Reinhart Kößler die These entgegen, dass weiterhin von kolonialer Amnesie gesprochen werden muss. Amnesie schließt eine Befassung mit dem Kolonialthema nicht aus. Kolonialherrschaft wird dann zwar nicht verherrlicht, aber doch tendenziell relativierend oder gar noch immer romantisierend apologetisch behandelt und die Forderungen einer postkolonial inspirierten Zivilgesellschaft als ideologisch zurückgewiesen.

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Das «globale 1968» auf dem afrikanischen Kontinent
In den Jubiläumsbänden zu 1968 finden Ereignisse auf dem afrikanischen Kontinent kaum Berücksichtigung, obwohl Studierende aus vielen afrikanischen Ländern Teil des globalen Aufstands waren. Heike Becker wirft einen Blick auf die damaligen Ereignisse in Dakar und Kapstadt.

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1968 und deutscher Kolonialismus — war da was?
Der Denkmalsturz von Heinrich von Wißmann in Hamburg.
1968 wurde das Denkmal des Kolonialisten Heinrich von Wißmann von linken Student_innen an der Universität Hamburg gestürzt. Der "Denkmalsturz" stellt eine der ersten Auseinandersetzungen um die oftmals verdrängte koloniale deutsche Vergangenheit dar. Andreas Bohne wirft einen Blick auf die damaligen Ereignisse.

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Nachricht

Beschäftigung im Bergbausektor
Kämpfe von Gemeinschaften in Tunesien und Südafrika
Die Diskrepanz zwischen den im industriellen Bergbau erzeugten Gewinnen und der lokalen Arbeitsplatzsituation steht häufig im Zentrum sozialer Spannungen. Denn obwohl Bergbauunternehmen, Regierungsvertreter*innen und sogenannte Entwicklungsorganisationen gern auf die Beschäftigungsmöglichkeiten im Bergbau verweisen, leiden umliegende Gemeinschaften häufig unter den Bergbauaktivitäten. Kritiker*innen geben zudem zu bedenken, dass die Zahl der tatsächlich geschaffenen Arbeitsplätze nur klein ist. Mai Choucri, Mitarbeiterin des RLS-Büros in Tunis, beleuchtet anhand zwei Fallstudien aus Südafrika und Tunesien das Themenfeld und veranschaulicht welche Rolle Community Organising spielen kann.

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Labour struggles in the South African wine industry
Interview with Trevor Christians
Trevor Christians is the general secretary of the Commercial, Stevedoring and Allied Workers’ Union (CSAAWU) that represents agricultural workers in South Africa. He is a strong supporter of the strikes in the wine industry.

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Wir würden uns freuen, Euch / Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen und wünschen viel Spaß beim lesen.

Das Afrikareferat der RLS
 

Andreas Bohne | Rosa-Luxemburg-Stiftung | Project Manager East Africa |  Zentrum für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit ZID – Referat Afrika | Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin | T: +49 (0)30-44310-461 | F: +49-(0)30-44310-181 | bohne@rosalux.de | www.rosalux.de

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