Donnerstag, 2. März 2017

Rettungsaktionen im Mittelmeer: Ungewollte Hilfe für die Schlepperbanden?



"Es ist ein heftiger Vorwurf: Indem sie Flüchtlinge im Mittelmeer 
retten, würden Hilfsorganisationen Schlepper unterstützen. Das sagt 
Frontex-Chef Leggeri. "Ärzte ohne Grenzen" wehrt sich und nennt die 
Vorwürfe "zynisch". Ganz neu ist der Vorwurf nicht - doch so hart wie 
jetzt hat ihn der Chef der EU-Grenzschutzbehörde Frontex noch nie 
formuliert: "Wir müssen verhindern, dass wir die Geschäfte der 
kriminellen Netzwerke und Schlepper in Libyen nicht noch dadurch 
unterstützen, dass die Migranten immer näher an der libyschen Küste 
von europäischen Schiffen aufgenommen werden", mahnt Fabrice Leggeri 
im Interview mit der "Welt". Ein Vorwurf, der an die Adresse der 
Hilfsorganisationen geht. Und gegen den sich der Geschäftsführer von 
"Ärzte ohne Grenzen" in Deutschland, Florian Westphal, im Interview 
mit dem ARD-Studio Brüssel zur Wehr setzt. Das Schlepperwesen 
funktioniere nur deshalb so gut, weil es für Schutzsuchende keine 
andere Chance gebe, nach Europa zu gelangen. Denn die EU habe es 
versäumt, legale und sichere Wege für Asylsuchende zu schaffen..." 
Beitrag von Kai Küstner vom 27.02.2017 bei der Tagesschau online
http://www.tagesschau.de/ausland/frontex-kritik-101.html

Siehe dazu weitere Informationen
http://www.labournet.de/?p=112668

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