Donnerstag, 2. März 2017

Energie- und Lohnkosten: Jobcenter verheizen Fördergeld für Arbeitslose



"Viel Geld für eigenes Personal statt für die Arbeitslosen: Dass die 
Jobcenter in den Fördertopf greifen, hat fast schon Tradition. Im 
vergangenen Jahr waren es 764 Millionen Euro mehr als geplant. Die 404 
Jobcenter in Deutschland haben im vergangenen Jahr 5,1 Milliarden Euro 
an Bundesmitteln für ihre Personal- und Verwaltungskosten ausgegeben. 
Das waren 764 Millionen Euro mehr, als dafür im Bundeshaushalt 
eigentlich vorgesehen waren. Der zusätzliche Bedarf wurde von den 
Jobcentern dadurch gedeckt, dass sie weniger Geld für die Förderung 
von Langzeitarbeitslosen ausgaben als im Bundeshaushalt vorgesehen. 
Das zeigt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage 
der Grünen. Das Schreiben liegt der F.A.Z. vor. (…) Grundlage der 
Umschichtung von Förder- zu Verwaltungsausgaben ist eine Regelung im 
Bundeshaushalt, der zufolge die beiden Positionen „gegenseitig 
deckungsfähig“ sind. Dies soll den einzelnen Jobcentern 
Entscheidungsfreiheit darüber geben, wie sie die Betreuung der 
Hartz-IV-Bezieher angehen: Es liege in deren Ermessen, „ob sie eher 
eine maßnahmenorientierte Eingliederungsstrategie verfolgen oder 
Leistungsberechtigte eher über intensivere Betreuung durch eigenes 
Personal in den Arbeitsmarkt eingliedern“, schreibt das Ministerium. 
Da Personalkosten als Verwaltungskosten zählen, steigern sie die 
Ausgaben in diesem Bereich..." Artikel von Dietrich Creutzburgvom 
27.02.2017 bei der FAZ online
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jobcenter-verheizen-foerdergelder-fuer-arbeitslose-14899514.html

Siehe zur Bewertung einen weiteren Beitrag
http://www.labournet.de/?p=112708

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