- “Unmut über neue Großprojekte im Süden von Mexiko“ von Philipp Gerber am 01. Mai 2019 bei amerika21.de
berichtet unter anderem: „López Obrador hatte zwar am 25. Februar bekannt gegeben, dass die erst 2017 per Dekret eingerichteten Sonderwirtschaftszonen (Zonas Economicas Especiales, ZEE) des Landes wieder aufgehoben werden sollen. Er begründete den präsidialen Entscheid damit, dass die sieben ZEE im Süden des Landes nicht von Vorteil für die Gemeinden gewesen seien. Die Planer der Zonen hätten “Land gekauft und Gelder verschwendet, aber die Gemeinden haben überhaupt nicht davon profitiert”. Im Gegenzug will die neue Regierung die transozeanische Eisenbahnverbindung vom Atlantik zum Pazifik ausbauen, Gasleitungen erweitern und Industrie in diesem Korridor mit Steuersenkungen anlocken. Da die Zugverbindung zwischen den Industriehäfen Salina Cruz in Oaxaca und Coatzacoalcos in Veracruz durch indigenes Gebiet führt, versuchte die regierende Morena-Partei eine indigene Konsultation durchzuführen. Diese eintägigen Treffen fanden Ende März in fünf Ortschaften statt. Soziale Organisationen und Gemeindevertreter kritisierten jedoch die improvisierte Organisation dieser Versammlungen, dokumentierten die Verletzungen indigener Rechte und bezeichneten das Konsultationsverfahren insgesamt als Simulation. Außer einem allgemeinen Entwicklungsplan für die Region habe kein konkretes Projekt zur Beratung vorgelegen, auch keine soziale oder ökologische Impaktstudie des geplanten Korridors. Einzig ein interessierter Unternehmer äußerte in einem Zeitungsartikel die Erwartung, dass täglich über 100.000 Tonnen Güter transportiert werden könnten, was einem Zehntel der Kapazität des Panama-Kanals entspricht. Zu Beginn seiner Reise in den Süden des Landes erwähnte López Obrador diese Konsultation und erklärte, der transozeanische Korridor sei “bereits genehmigt worden”. Die Widersacher bezeichnete er als “Konservative”, die jegliche Veränderungen verhindern wollten…“
Samstag, 11. Mai 2019
Die mexikanische Regierung und das Zug-Großprojekt „Tren Maya“: Widerstand der Selbstorganisation
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