- »Es muss klar sein, was uns unterscheidet« Wie umgehen mit AfD-Mitgliedern in Gewerkschaften? EVG zeigt klare Kante durch Unvereinbarkeitserklärung
Ein Gespräch von Markus Bernhardt mit Rainer Perschewski bei der jungen Welt vom 30. April 2019: “Auf der Sitzung des Bundesvorstandes der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wurde kürzlich eine Erklärung verabschiedet, die eine gleichzeitige Mitgliedschaft in AfD und EVG für unvereinbar mit den Grundwerten Ihrer Gewerkschaft erklärt. Wie kam es zu diesem Schritt? [EVG-Landes- und Bundessprecher Rainer Perschewski:] Hintergrund war, dass ein EVG-Betriebsrat Mitte Januar bekanntgegeben hatte, dass er in die AfD eingetreten ist und für diese bei Wahlen kandidieren werde. Gleichzeitig veröffentlichte er seine persönlichen Ziele, die im völligen Widerspruch zu den Zielen der EVG stehen. Dies wurde auf der Konferenz seines Landesverbandes thematisiert und verurteilt, und es folgten mehrere Ausschlussanträge, die nach unseren Regularien der Bundesvorstand behandeln muss. Kurz darauf gab es einen ähnlichen Vorgang: Es ging um ein Mitglied in einer Bundesfunktion, woraufhin aus dem Gremium heraus ein Ausschlussantrag gestellt wurde. Der Bundesvorstand hat sich mit den Inhalten der AfD auseinandergesetzt, die Unvereinbarkeit festgestellt und die Ausschlussanträge zugelassen, die jeweils nach Einzelfall geprüft werden. Darüber hinaus wurden Mitglieder, die der EVG angehören und gleichzeitig in der AfD sind, aufgefordert, die Gewerkschaft zu verlassen. (…) Ich finde, dass es hier um eine Frage der Glaubwürdigkeit geht. In unseren Grundsatzdokumenten steht, dass wir für Vielfalt, Chancengleichheit und Teilhabe eintreten und außerdem Nationalismus, Rassismus sowie antisoziale oder antidemokratische Vorstellungen keinen Platz bei uns haben…”
Dienstag, 7. Mai 2019
BuVo-Beschluss der EVG: AfD und EVG – das geht nicht zusammen
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