Mittwoch, 10. Juni 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: Schlichtung hilft nur dem Arbeitgeber!

"Fast vier Wochen Streik und nun Streikabbruch durch Schlichtung: Viele KollegInnen werden berechtigterweise darüber enttäuscht und sauer sein. Andere sagen vielleicht, dass es angesichts der schwierigen Lage keinen anderen Ausweg gibt. Aus Sicht des Netzwerks ist diese Verfahren aus mehreren Gründen abzulehnen. Mit der Schlichtung wird das Heft aus der Hand gegeben und an vermeintlich neutrale Dritte gegeben. Der von ver.di angeforderte Schlichter Herbert Schmalstieg (SPD) ist ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover und war Städtetagspräsident. Er gehörte also zum Arbeitgeberlager – also ist er alles andere als „neutral“. Schon 2008 und 2010 wurde er als Schlichter eingesetzt. 2008 verwies er auf die „schwierige Finanzlage der Städte“ und forderte von der Gewerkschaft, dass sie sich bewegen müsse. Vor allem bedeutet das Ende des Streiks, dass die Dynamik der Streikbewegung erst Mal unterbrochen wird. Das kann eine Wiederaufnahme des Streiks erschweren..." Stellungnahme des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di vom 07.06.2015 (pdf) http://www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/NwStellungnahmeTR2015SUE2015-06.pdf Aus dem Text: "... Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske stellte die Streikdelegiertenversammlung am 4. Juni vor vollendete vollendete Tatsachen. Das steht jedoch im Gegensatz zur Aussage, die bei der vorhergehenden Streikdelegiertenversammlung Ende Mai gemacht wurde. Sie lautete: Es wird gestreikt bis zu einem annehmbaren Ergebnis. (...) Für den Aufbau eines massiven Drucks ist mehr nötig! Dafür muss aus dem gesamten DGB mit seinen sechs Millionen Mitgliedern eine groß angelegte Solidaritätskampagne in die Betriebe hinein getragen werden. ver.di kann mit seinen 13 Fachbereichen und über zwei Millionen Mitgliedern dabei eine aktive und maßgebliche Rolle spielen. (...) Gemeinsame Streikkundgebungen mit Einzelhandel und Post und allen, die sich in Arbeitskämpfen befinden – örtlich sowie bundesweit" Siehe den ersten, sicher noch unzureichenden Schritt: b) Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran! Große Demos und Kundgebungen am Samstag, dem 13. Juni "Während gemeinsam mit Schlichtern ein Kompromiss für die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen gesucht wird und die Streiks ausgesetzt sind, finden weiterhin viele Unterstützungsaktionen statt. Mobilisiert kräftig-Ihr seid es wert! Am 13. Juni 2015 rufen ver.di und DGB zu Demonstrationen und Kundgebungen auf – in Hannover um 13 Uhr auf dem Waterlooplatz, Dresden um 11 Uhr am Denkmal Goldener Reiter, Köln um 12 Uhr auf dem Heumarkt und Nürnberg um 13 Uhr auf dem Kornmarkt." Info und der Aufruf "Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!" von und bei ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de/aktuelles/nachrichten/bundesweiter-demotag-am-13-juni-2015/ Siehe dazu weitere Infos im Dossier http://www.labournet.de/?p=70184

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