Mittwoch, 10. Juni 2015
[Köln, 20. Juni 2015] Wir lassen nicht locker: Spurengang 2.0
"Am 9. Juni jährt sich der Nagelbombenanschlag des NSU auf die
Keupstraße zum elften Mal. Nach dem Anschlag ermittelten die Behörden
gegen die Betroffenen, die Angehörigen und deren Umfeld. Ein
rassistisches Tatmotiv wurde ausgeschlossen. Auch nach der
Selbstenttarnung des NSU 2011 ist vonseiten der Stadt wenig passiert,
um das Versagen in Bezug auf den Anschlag aufzuarbeiten. Bis heute
wurde niemand zur Verantwortung gezogen, der an den rassistischen
Ermittlungspraktiken beteiligt war. Zudem fehlt immer noch eine
umfassende Aufklärung der Rolle von Politik und Behörden in den
Ermittlungen. Auch elf Jahre nach dem Anschlag in der Keupstraße darf
das Thema NSU-Komplex nicht ausgeblendet werden…" Aufruf zu
Demonstration und Aktionen: 20.06.2015, Köln – Alter Markt, auf dem
Blog von Probsteigasse – Erinnern. Handeln. vom 5. Juni 2015
http://probsteigasse.noblogs.org/post/2015/06/05/wir-lassen-nicht-locker-spurengang-2-0/
Aus dem Text: "… Bei unserem (Mit-)Täterspurengang im letzten Jahr
haben wir die Anschläge auf die Probsteigasse und die Keupstraße in
Verbindung gebracht und aufgezeigt, welche Rolle Politik,
Sicherheitsbehörden und die Medien direkt nach den Anschlägen
spielten. Dieses Jahr beleuchten wir die Kontinuitäten der Kölner
Stadtpolitik im NSU-Komplex. In Anbetracht der Tragweite des Versagens
der Kölner Behörden ist klar, dass kein Interesse an einer Aufklärung
von Seiten der Stadt besteht. Das müssen wir ändern! Nur durch
dauerhaften gesellschaftlichen Druck können wir erreichen, dass die
Behörden ihr Handeln nicht mehr unter den Teppich kehren können. Dass
unsere Forderung nach einer umfassenden Aufklärung ankommt. Dass die
Perspektive der Betroffenen rechter Gewalt ernst genommen wird. Wir
bleiben dabei: Erinnern heißt Handeln!"
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