“Es
begann mit Kopf- und Magenschmerzen. Gegen die Kopfschmerzen nahm ich
Ibu, dazu Pantoprazol. Täglich die gleichen quälenden Fragen: Wohin mit
den Patienten? Schaffe ich es heute, die Kinder abzuholen? Und dann fing
mein Herz an zu stolpern. Es mag sein, dass dieser Text von einigen als
zu persönlich empfunden wird und vielleicht gebe ich zu viel von mir
preis. Aber wie soll man sonst auf Missstände aufmerksam machen? Wie
kann man der Welt begreiflich machen, dass das, was in vielen
Krankenhäusern passiert, gefährlich ist? Für Arzt und Patient. Ich war
auch schon auf der anderen Seite, nämlich Patientin. Es ging mir
schlecht und ich hatte tolle Ärzte, die sich Zeit nahmen und tolle
Pflegerkräfte, die sich ein Bein für mich ausrissen. Genau so war und
bin ich eine Ärztin, die sich für ihre Patienten ein Bein ausgerissen
hat. Und die gearbeitet hat, bis die Pumpe streikte. (…) Und was ist
mein Fazit? Das ist es nicht wert. Punkt. Das Leben ist wertvoll. Aber
solange wir uns alle in diesem System aufopfern, wird es sich nicht
bessern. Geht zu euren Familien, drückt eure Kinder, baut Gemüse an,
freut euch über Sonnenschein und ein Glas Aperol auf dem Balkon.
Arbeiten müssen wir alle, das Leben ist teuer. Aber setzt Grenzen,
wartet nicht, bis euer Körper euch eine verpasst.” Erfahrungsbericht von Schwesterfraudoktor vom 1. August 2019 bei DocCheck Montag, 5. August 2019
Klinikärzte: Bis nix mehr geht
“Es
begann mit Kopf- und Magenschmerzen. Gegen die Kopfschmerzen nahm ich
Ibu, dazu Pantoprazol. Täglich die gleichen quälenden Fragen: Wohin mit
den Patienten? Schaffe ich es heute, die Kinder abzuholen? Und dann fing
mein Herz an zu stolpern. Es mag sein, dass dieser Text von einigen als
zu persönlich empfunden wird und vielleicht gebe ich zu viel von mir
preis. Aber wie soll man sonst auf Missstände aufmerksam machen? Wie
kann man der Welt begreiflich machen, dass das, was in vielen
Krankenhäusern passiert, gefährlich ist? Für Arzt und Patient. Ich war
auch schon auf der anderen Seite, nämlich Patientin. Es ging mir
schlecht und ich hatte tolle Ärzte, die sich Zeit nahmen und tolle
Pflegerkräfte, die sich ein Bein für mich ausrissen. Genau so war und
bin ich eine Ärztin, die sich für ihre Patienten ein Bein ausgerissen
hat. Und die gearbeitet hat, bis die Pumpe streikte. (…) Und was ist
mein Fazit? Das ist es nicht wert. Punkt. Das Leben ist wertvoll. Aber
solange wir uns alle in diesem System aufopfern, wird es sich nicht
bessern. Geht zu euren Familien, drückt eure Kinder, baut Gemüse an,
freut euch über Sonnenschein und ein Glas Aperol auf dem Balkon.
Arbeiten müssen wir alle, das Leben ist teuer. Aber setzt Grenzen,
wartet nicht, bis euer Körper euch eine verpasst.” Erfahrungsbericht von Schwesterfraudoktor vom 1. August 2019 bei DocCheck
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