“Immer
wieder steht der private Krankenhauskonzern Asklepios in der Kritik.
Das neueste Beispiel: Die Situation der rheumatologischen Abteilung an
der Asklepios-Klinik Altona. Dort hätten innerhalb weniger Monate fast
alle Fach- und Assistenzärzt*innen gekündigt. So steht es in einem
anonymen Schreiben, das der taz zugeschickt wurde. Pflegekräfte der
Rheuma-Ambulanz hätten die Klinik bereits verlassen. Die Verfasserin
arbeitet nach eigenen Angaben in der Klinik. Die Rheuma-Abteilung breche
nun auseinander, weil „aufgrund von Managementfehlern der
Personalplaner“ die freien Stellen nicht nachbesetzt würden. Asklepios’
Ziel sei offenbar, die Abteilung zu schließen, weil sie nicht genug
Profit abwerfe. Die Mitarbeiterin berichtet auch über die Suspendierung
der Chefärztin. Nachdem diese gekündigt hatte, sei ihr befohlen worden,
Dienste in der Notaufnahme zu machen. „Als sie ablehnte, wurde sie
suspendiert, was sie daran merkte, dass bei Dienstantritt am nächsten
Tag ihr Computeraccount gelöscht war“, schreibt die anonyme
Mitarbeiterin. (…) Aus Sicht von Asklepios ist offenbar alles halb so
schlimm. Nachdem die taz am Dienstag Fragen über die Situation in Altona
stellte, veröffentlichte der Konzern am Donnerstag eine
Pressemitteilung. Demnach soll die Rheuma-Abteilung erhalten bleiben.
„Durch die personellen Veränderungen mussten wir die Abteilung jedoch
organisatorisch umbauen“, heißt es. Sie sei nun Teil der Hämatologie,
Onkologie und Palliativmedizin. Die rheumatologischen Patient*innen
würden vom bisherigen leitenden Oberarzt und Rheumatologen versorgt.
Nach taz-Informationen verlässt der allerdings auch demnächst das
Krankenhaus…” Beitrag von Marthe Ruddat vom 1. August 2019 bei der taz Hamburg Montag, 5. August 2019
Nur für profitable Patient*innen – Mitarbeiter*innen der Rheumatologie an der Asklepios Klinik Altona kündigen offenbar reihenweise. Aus Sicht des Konzerns ist alles halb so schlimm
“Immer
wieder steht der private Krankenhauskonzern Asklepios in der Kritik.
Das neueste Beispiel: Die Situation der rheumatologischen Abteilung an
der Asklepios-Klinik Altona. Dort hätten innerhalb weniger Monate fast
alle Fach- und Assistenzärzt*innen gekündigt. So steht es in einem
anonymen Schreiben, das der taz zugeschickt wurde. Pflegekräfte der
Rheuma-Ambulanz hätten die Klinik bereits verlassen. Die Verfasserin
arbeitet nach eigenen Angaben in der Klinik. Die Rheuma-Abteilung breche
nun auseinander, weil „aufgrund von Managementfehlern der
Personalplaner“ die freien Stellen nicht nachbesetzt würden. Asklepios’
Ziel sei offenbar, die Abteilung zu schließen, weil sie nicht genug
Profit abwerfe. Die Mitarbeiterin berichtet auch über die Suspendierung
der Chefärztin. Nachdem diese gekündigt hatte, sei ihr befohlen worden,
Dienste in der Notaufnahme zu machen. „Als sie ablehnte, wurde sie
suspendiert, was sie daran merkte, dass bei Dienstantritt am nächsten
Tag ihr Computeraccount gelöscht war“, schreibt die anonyme
Mitarbeiterin. (…) Aus Sicht von Asklepios ist offenbar alles halb so
schlimm. Nachdem die taz am Dienstag Fragen über die Situation in Altona
stellte, veröffentlichte der Konzern am Donnerstag eine
Pressemitteilung. Demnach soll die Rheuma-Abteilung erhalten bleiben.
„Durch die personellen Veränderungen mussten wir die Abteilung jedoch
organisatorisch umbauen“, heißt es. Sie sei nun Teil der Hämatologie,
Onkologie und Palliativmedizin. Die rheumatologischen Patient*innen
würden vom bisherigen leitenden Oberarzt und Rheumatologen versorgt.
Nach taz-Informationen verlässt der allerdings auch demnächst das
Krankenhaus…” Beitrag von Marthe Ruddat vom 1. August 2019 bei der taz Hamburg
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