Anfang Juli gingen drei weitere
palästinensische Gefangene in den Hungerstreik. Die vielen Gefangenen
die teilweise seit April im Hungerstreik sind, kämpfen für ein Ende der
faschistischen Verwaltungshaft. Die Verwaltungshaft kann ohne irgendeine
Anklage oder Verfahren Menschen für ein bis sechs Monate einsperren.
Die Praxis sieht so aus, dass nach diesen sechs Monaten die Haft
erneuert wird und somit Palästinenser auf Jahre vollkommen willkürlich
im Gefängnis sitzen. Gegen dieses faschistische Gesetz, aufgrund dessen
heute über 500 Palästinenser im Gefängnis sitzen richtet sich der
Hungerstreik.
Die Gefängnisabteilung der Volksfront
für die Befreiung Palästinas drückte ihre Solidarität mit dem
Hungerstreik aus und rief zu Aktionen auf. Dieser Hungerstreik gegen
dieses faschistische Gesetz, dass zur Unterdrückung des Kampfes des
unterdrückten palästinensischen Volkes dient, ist gerechtfertigt!
Ein palästinensisches
Gefangenennetzwerk, das durchgehend den Kampf der Gefangenen
unterstützt, erklärte schon zu Beginn des Hungerstreiks:
„Der Besatzer griff zu typischen
Taktiken, nachdem er in den letzten Tagen mit dem Scheitern seiner
repressiven Aktionen gegen die Gefangenen durch Marathonverhandlungen
und Versuche, sie im Detail zu ertränken, konfrontiert wurde. Der
Zeitfaktor, das Mischen von Papieren und die Sprache der Verzögerung und
des Aufschubs war ein Versuch, die Umstände zu Gunsten des Besatzers zu
verändern. In Anbetracht dieser Realität sind die Gefangenen bereit,
diesen Kampf zu führen, solange ihre gerechten Forderungen nicht erfüllt
werden.“
„Wir erklären, dass wir in diesem
Kampf um die Würde hinter den Gefangenen stehen, und wir bekräftigen,
dass wir sie in diesem Kampf nicht allein lassen werden. Dieser Kampf,
der von einer vereinten Gefangenenbewegung geführt wird, muss der Kampf
des gesamten palästinensischen Volkes in Palästina und in der Diaspora
sein.“
- Geschrieben von Ailin Ueber
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