Samstag, 6. Juli 2019

Drei Tage in Südkorea: Die (vielen verschiedenen) prekären Beschäftigten im Öffentlichen Dienst wollen ein Ende der Zeit- und Leiharbeit – 100.000 im Streik

Vom 3. Juli bis zum 5. Juli 2019 streiken die Zeit- und  
LeiharbeiterInnen des öffentlichen Dienstes in Südkorea. „Für eine  
Welt ohne prekäre Beschäftigung“ – unter diesem Motto hat der  
Gewerkschaftsbund KCTU zu dieser Streikbewegung, begleitet von  
täglichen Demonstrationen, aufgerufen. In dem Bericht „[Non-Regular  
Worker Strike] “I Worked 20 Years, But Only Earn 2 Million Won a  
Month” “Equal Work, Different Treatment” von Jung Dae-yeon, Lee  
Hyo-sang und Tak Ji-yeong am 04. Juli 2019 bei The Kyunghyang Shinmun  
werden einige der verschiedenen Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses  
Streiks samt ihren Gründen für die Teilnahme vorgestellt. Sowohl  
KünstlerInnen an Kommunalen Kultureinrichtungen, als auch  
„Nebenkräfte“ an den Schulen des Landes und Beschäftigte in  
Subunternehmen der Stadtreinigung kommen dabei zu Wort, die trotz  
aller Unterschiede auch Gemeinsamkeiten haben: Kein gleicher Lohn für  
gleiche Arbeit und immer wieder die Angst davor, bei der nächsten  
fälligen Vertragsverlängerung schlicht „nicht berücksichtigt“ zu  
werden. Auffällig auch eine weitere Gemeinsamkeit: Alle sind erst in  
jüngster Zeit in die jeweilige Gewerkschaft eingetreten – der  
„älteste“ Gewerkschafter der an den Interviews beteiligten ist dies  
seit August 2018. Siehe dazu auch vier weitere aktuelle Beiträge: Ein  
Bericht und ein Fotobericht der beiden ersten Aktionstage, ein Beitrag  
über die Streikgründe, sowie ein Ausblick auf einen beschlossenen  
landesweiten Streik am 18. Juli
http://www.labournet.de/?p=151230

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