Samstag, 15. September 2018
Rodungen im Hambacher Forst dürfen ab Herbst weitergehen: Bezirksregierung Arnsberg genehmigt Hauptbetriebsplan für den Tagebau bis 2020
Ende Gelände blockiert NRW-Landesvertretung +++ Regierung räumt den
Hambacher Forst für Profitinteressen +++ Proteste für
Klimagerechtigkeit im Rheinland und in Berlin
"Aktivist*innen von Ende Gelände blockieren seit 9:30 Uhr die
Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin. Sie protestieren
damit gegen den Großeinsatz der Polizei im Hambacher Forst, wo seit
gestern Baumhäuser geräumt und Bäume gefällt werden. Der Kohle-Konzern
RWE will den Hambacher Wald roden, um den Braunkohle-Tagebau zu
erweitern. Ende Gelände wird die NRW-Landesvertretung so lange besetzt
halten, bis die Landesregierung den Polizei-Einsatz im Wald beendet.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte öffentlich verkündet, die
Landesregierung werde RWE unterstützen. „Die Landesregierung NRW macht
sich zum Handlanger von Wirtschaftsinteressen. RWE ist eine Gefahr für
den Wald und für das Klima weltweit. Eine Regierung, die diesen
Konzern mit einem Großaufgebot von Polizei bei der Räumung und Rodung
des Waldes unterstützt, hat ihre gesellschaftliche Legitimation
verspielt“, so Karolina Drzewo, Pressesprecherin von Ende Gelände.
(...) Gestern hatten bereits über tausend Menschen im und rund um den
Hambacher Forst gegen die Räumung und Rodung protestiert. Hunderte
kamen zu spontanen Solidaritätsveranstaltungen in Berlin und vielen
anderen Städten. Für das Wochenende rufen Ende Gelände und das Bündnis
Aktion Unterholz zu Protesten im Wald auf, um die Bäume zu schützen
und den sofortigen Kohleausstieg einzuleiten. Vom 25. bis 29. Oktober
wird Ende Gelände gemeinsam mit Aktivist*innen aus ganz Europa in
einer Massenaktion zivilen Ungehorsams den Braunkohle-Tagebau Hambach
blockieren und damit ein starkes Zeichen setzen für den sofortigen
Kohleausstieg und den Erhalt des Hambacher Forsts als Sofortmaßnahme
für Klimagerechtigkeit weltweit." Pressemitteilung vom 14.09.2018 von
und bei Ende Gelände sowie weitere Meldungen und Ticker zur Räumung im
Dossier
http://www.labournet.de/?p=130000
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