MAKING History ist der elektronische Newsletter des Historischen Zentrums der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In ihm finden sich Hinweise auf ausgewählte Veranstaltungen und Publikationen aus der historischen Bildungsarbeit. Wir weisen darin ebenso auf Publikationen oder besondere Veranstaltungen in unserem Umfeld hin. Nicht zuletzt versorgen wir Sie mit Tipps für Video- und Audio-Dokumentationen.
Veranstaltungen
Oktober/November, bundesweitJahrestreffen des Kämpfer und Freunde der Spanischen RepublikUm die Aktualität des Spanischen Bürgerkrieges wie auch der franquistischen Diktatur im Europa von heute geht es beim Jahrestreffen des Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V. Vorgestellt wird unter anderem dies erste Fassung des Filmes «Franco vor Gericht». Gleichzeitig feiert eine Ausstellung zu ÖsterreicherInnen im spanischen Krieg Eröffnung. Um Anmeldung wird gebeten.
9. und 12. Oktober, Berlin
Vielfalt sozialistischen DenkensDie Berliner Helle Panke stellt zwei neue Publikationen vor: „Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub“. Am 9. Oktober diskutiert Christian Dietrich die verschiedenen Lebensstationen von Eugen Leviné. Drei Tage später präsentieren Sarah Knoll und Maximilian Graf ihr Buch über den österreichischen Kommunisten Franz Marek. Einst ein glühender Stalinist wurde er mit dem „Wiener Tageblatt“ zu einem Kristallisationspunkt unabhängiger europäischer Linker: Beruf und Berufung Kommunist.
17. Oktober, Berlin Nur eine Fußnote der Geschichte?
Die Rosa-Luxemburg- und die Friedrich-Ebert-Stiftung gehen in einer gemeinsamen Veranstaltung der historischen Bedeutung des SPD/SED-Grundlagenpapiers von 1987 nach. Den Hauptvortrag hält der Direktor des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, Martin Sabrow. Mehr lesen.
Oktober/November, bundesweit
Gegen Luther, Papst und Fürsten - Alles gehört Allen!
Wie in MAKING History #4 angekündigt, startet im Oktober die bundesweite Lesereise von „Q“. In Hannover, Oldenburg, Hamburg, Potsdam, Leipzig, Frankfurt am Main, Reutlingen und Göttingen stehen bereits Termine für die szenische Lesung des Erfolgsromans fest. Der Tour-Plan wird laufend aktualisiert.
Zum Vormerken: 17. November, Berlin
Verfassungswidrig: Das KPD-Verbot 1956Der «Staatsprozess» gegen die Kommunistische Partei Deutschlands war das größte, längste und umstrittenste Parteiverbotsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach fast fünfjähriger Prozessdauer verkündete das Bundesverfassungsgericht am 17. August 1956 das Verbot der KPD und all ihrer Neben- wie auch Nachfolgeorganisationen. Josef Foschepoth sichtete dazu bislang geheim gehaltene Dokumente der Bundesregierung und des Bundesverfassungsgerichts. Seine daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Wirkmächtigkeit des Nationalsozialismus, zum Kaltem Bürgerkrieg in den 1950er Jahren und nicht zuletzt zur Rechtsstaatlichkeit in der alten Bundesrepublik liegen nun in Buchform vor.
Am 14.11. 2017 diskutieren Josef Foschepoth und Jan Korte das Buch bei der RLS am Berliner Franz-Mehring-Platz 1. Jetzt in zweiter Auflage lieferbar ist auch das 2016 erschienene Materialienheft der RLS zur Illegalisierung der KPD in Westdeutschland.
Mediathek
Interview zu Clara Zetkin
Ende 2016 erschien der erste Band einer kommentierten Ausgabe des bislang kaum erschlossenen Nachlasses von Clara Zetkin (1857-1933). Er enthält Briefe, die Zetkin während des Ersten Weltkrieges schrieb. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung werden im Berliner Karl Dietz Verlag weitere Bände erscheinen. Ein Interview mit der Herausgeberin Marga Voigt ist hier nachzuhören.
Über den Tellerand
24. Oktober, Vortrag, Berlin
Enzo Traverso über Linke Melancholie
Den Jahresvortrag des Berliner Centre Marc Bloch hält Enzo Traverso zur Geschichte der linken Melancholie. Ihr wichtigster Vertreter war sicherlich Walter Benjamin. Ob anarchistische, sozialistische oder kommunistische Erinnerung: Die verborgene Tradition linker Melancholie reichte in den vergangenen zwei Jahrhunderten ebenso von Auguste Blanqui bis zu Rosa Luxemburg oder von Lucien Goldmann bis zu Daniel Bensaïd. Der Vortrag findet in französischer Sprache mit Simultandolmetschung statt, zur Seite der Veranstalter.
Antisemitismus und die Verfolgung jüdischer Kommunist*innen in der DDR sind das Thema der neu erschienenen Buches unter dem Titel «Stalin hat uns das Herz gebrochen». Es ging aus einer Veranstaltungsreihe hervor, die der gleichnamige Arbeits- und Herausgeberkreis 2008/09 durchführte.
Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland
Neuauflage des erfolgreichen Titels in der Reihe theorie.org. Bei seinem Erscheinen 2012 erntete Ralf Hoffrogges Einführung in die Geschichte von Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland viele begeisterte Rezensionen. Es gilt seitdem als gut zugängliches und preiswertes Standardwerk zur deutschen Arbeiterbewegung vor 1914. In einer erweiterten Neuauflage schließt der Band nun auch die Entwicklung in Österreich ein.
An den Rändern der Revolution
Bei MAKING History #3 verwiesen wir auf das (in erster Auflage bereits vergriffene) erste Schwerpunktheft der Zeitschrift «Arbeit-Bewegung-Geschichte» zum Jahrestag der Russischen Revolution. Nun erscheint ein zweites zum Thema. Es geht um Ränder und Randgruppen, Mehrheiten und Minderheiten, Herrschaft und Diskriminierung - und jene revolutionären Prozesse, die 1917 scheinbar festgefahrene Hierarchien 1917 völlig durcheinanderwarfen. Zum Inhalt des Heftes „An den Rändern der Revolution“.
18. August – 12. November, Ausstellung, Weimar
Romanze mit der Revolution
Noch bis November ist in Weimar eine Ausstellung zu sehen, zu deren spannenden Fragen unter anderem gehört: «Glauben wir noch an die Kunst als zivilisatorische Kraft, gehen Avantgarden noch Hand in Hand mit politischen Entscheidungsträgern – ob in der Ukraine, dem Libanon, Tunesien oder Ägypten – kann Kunst Gesellschaft verändern, politisch umwälzen?»
In eigener Sache
Wissenschaftspreis 2018 der Rosa-Luxemburg-Stiftung SachsenSeit mehr als 20 Jahren verleiht die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V. verleiht einen Preis zur Förderung von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Er gründet sich auf ein Vermächtnis des deutsch-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers und Publizisten Günter Reimann (1904−2005). In der diesjährigen Ausschreibung werden studentische Abschlussarbeiten (mit einem Mindestumfang von 50 Seiten) besonders berücksichtigt. Eine Beschränkung auf bestimmte Fachgebiete gibt es nicht.
Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2017. Zu weiteren Informationen zur Ausschreibung geht es hier entlang.
Historische Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf twitter
Seit über fünf Jahren ist die historische Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung auch auf twitter vertreten. Unter @rls_history wird täglich getweetet.
Redaktion
Bernd Hüttner und Uwe Sonnenberg, Historisches Zentrum Demokratischer Sozialismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, bernd.huettner@rosalux.org, Telefon 030/44310-425 (Sonnenberg), Web: https://www.rosalux.de/themen/geschichte/
Bildrechte
Foto von Helga Grebing, Helga Grebing Fotoarchiv, Wikimedia Commons CC-BY-SA 4.0
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