Heute stellt der DGB als Errungenschaft fest, daß durch die enge Zusammenarbeit mit der EU und deren
Vorgängerorganisation seit 71 Jahren kein Krieg mehr unter den EU
Statten stattfand. Das ist nicht nur der kleinste Nenner einer Aussage,
sondern auch unerhört. Kein Wort über die Kriege des letzten
Vierteljahrhunderts in Europa. Europa ist bekanntlich ja größer als die EU. Kein
Wort über die tatsächlichen Ursachen und Hintergründe dieser Kriege,
kein Wort über die historische Mission der Arbeiterklasse, die dem DGB, der ja auch die Interessen der Arbeiter vertreten soll, irgendwie abhanden gekommen ist.
Es wird verschwiegen, daß aus dem Schoß des Kapitalismus und
Imperialismus immer Kriege geboren werden. Es wird verschwiegen, daß es
nur im Sozialismus weltweit Frieden geben kann, weil die Ursachen für
Kriege, das Privateigentum an Produktionsmittel und die damit verbundene
Ausbeutung der Menschen durch den Menschen, beseitigt wurde. Es wird
verschwiegen: So lange es die sozialistischen Staaten in Europa gab, so
lange gab es hier keine Kriege, und der Weltfrieden war sicherer. Die Friedenspolitik der DDR war dafür bestes Beispiel.
Weiter auf Friedenssuche in den Schlagzeilen der Presse: „Frankreichs Terror gegen Syrien – deutsche Medien schweigen dröhnend.“ oder zum gleichen Thema: “USA bombardieren Libyen“.Egal
ob Syrien, Libyen, Afghanistan, Iran, Irak, die Ukraine, oder anderswo
auf der Welt, überall wo es nach Pulverdampf riecht, sind die USA und Deutschland dabei.
„Weltkrieg gegen Putin – Die NATO marschiert“ schreibt das Magazin COMPAKT. „Man kann sich einen dritten Weltkrieg nicht einfach vorstellen wie einen zweiten Weltkrieg, nur mit moderneren Waffen (…) Ein dritter
Weltkrieg würde beginnen, ohne daß es die Menschen überhaupt merken.“
meint der Militärexperte August Cole, der das Projekt Art of Future
(Kunst des Kriegshandwerks der Zukunft) leitet. Haben wir diesen Punkt bereits überschritten? US-Generale gehen von einer Fiktion aus, in dem die Apokalypse 2017 mit einen War with Russia beginnt.
„Wir
müssen wieder lernen, den totalen Krieg zu führen.“ meint dazu der
NATO-Offizier Larsen bei einem dieser Manöver. Müssen wir uns wieder an
das deutsch faschistische Vokabular gewöhnen? Und auch schon längst hat
die NATO das Internet zum Schlachtfeld erklärt.
Wenn
man den Frieden sucht, muß man auf die Straße gehen. Dorthin wo
tausende Menschen für den Frieden demonstrieren, dorthin wo die
Friedensveranstaltungen stattfinden. Eine Gruppe junger deutscher
Friedensaktivisten hat sich in den vergangenen Tagen motorisiert auf den
Weg nach Moskau gemacht (Friedensfahrt von Berlin nach Moskau). In
allen Orten ihrer Tour, in denen sie Station machten, in Dörfern, in
Städten, vor NATO-Stützpunkten, wurden sie von der Bevölkerung herzlich
empfangen und gefeiert. Es fanden regelrechte Volksfeste statt. Warum?
Sie trugen eine Botschaft mit sich: „Über 2/3 der Deutschen sind gegen
einen Krieg mit Rußland. Wir sind nicht als Vertreter unserer Regierung
hier. Wir vertreten das deutsche Volk.“ - eine klare Aussage.
Noch
einmal zurück zum Anfang. 1981 legte die UNO - Generalversammlung den
21. September als Internationalen Tag für den Frieden fest. Die
katholische Kirche hält es seit 1968 mit dem 1. Januar. Die katholische
Militärseelsorge der Bundeswehr begeht auch den Weltfriedenstag, in
diesem Jahr war das am 21.01. im Kölner Dom und am 04.02. in Hildesheim.
Welche Ironie.
Trotz
dieser unterschiedlichen Termine ist der Weltfriedenstag einer der
wichtigsten Ereignisse im Jahr. Im Zeitraum vom 1. bis 21. September
werden die verschiedensten Veranstaltungen der unterschiedlichster
Organisationen stattfinden. Es gibt kein einheitliches Datum für den
Frieden. Es gibt den Wunsch der Völker danach. Machen wir jeden Tag im
September, jeden Tag im Jahr zum Kampftag gegen Krieg und Völkermord. Fordern
wir von der Bundesregierung, daß sie ihren Beitrag dazu leistet.
Deutschland muß raus aus der NATO. Die Bundeswehr darf nicht an
Kriegseinsätzen beteiligt werden und auch nicht an Manövern teilnehmen,
die diese vorbereiten. Keine Waffenexporte mehr an Staaten, die an
Kriegen beteiligt sind, bzw. solche unterstützen. Nur wenn die Ursachen
von Kriegen, der Kapitalismus und Imperialismus, beseitigt sind, wird es
wirklich Frieden geben.
Das ist unser Standpunkt.
Ideologische Kommission
beim ZK der KPD
beim ZK der KPD
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