- Am Vormittag/Mittag hatte Bruder Falk die Gelegenheit, im Saal 1 die
hinter der Trennscheibe vorgeführten 4 Brüder Marco, Enea, Tayfun und
Koray zu grüßen; ihr Prozess endet voraussichtlich im nächsten Monat -
nach unglaublichen zwei Jahren (!!!) Dauer.
- Ca. eine Stunde nach
dem heutigen Terminende, was die o. g. vier Brüder betrifft, landete
dann plötzlich ein Hubschrauber auf dem Dach des Gebäudes - auf diese
Weise wird Bruder Marco vom Gerichtsgebäude zum Knast (JVA Düsseldorf)
transportiert; das dürfte wohl die teuerste Methode sein, eine Person
innerhalb von Düsseldorf zu transportieren.
- Danach hatte Bruder
Falk im Saal 2 die Gelegenheit, endlich mal den jungen Bruder Kerim
hinter der Trennscheibe zu begrüßen. Wie in einem "wissenschaftlichen"
Diskurs wird dort seit Monaten langatmig die Frage diskutiert, ob der
Kerim während seines Aufenthalts in Syrien eher "jugendlich" oder schon
"erwachsen" gewesen sei. Kerim, der erst 22 Jahre "alt" war, als er auf
dem Düsseldorfer Flughafen am 04.03.15 verhaftet wurde, erträgt diesen
nervtötenden Quatsch mit stoischer Ruhe.
- Am frühen Nachmittag
wurden sodann im Saal 1 drei Brüder hinter der Trennscheibe vorgeführt,
denen vorgeworfen wird, ab Juli bzw. Oktober 2013 für wenige Wochen in
Syrien gewesen zu sein: Bruder Mustafa, Bruder Fadil und Bruder Mohamed
(der Fadil ist übrigens in der JVA Bielefeld inhaftiert - eine größere
Entfernung von Düsseldorf ist in NRW für einen Inhaftierten kaum
möglich). Vorgelesen wurden heute polizeiliche "Auswerteberichte" der
gewöhnlichen islamischen Literatur, die in den Wohnungen der drei Brüder
bei der Festnahmeaktion im Oktober 2015 asserviert wurde - quasi eine
sinnfreie Selbstbeschäftigung des Apparats.
- Am späten Nachmittag
hatte Bruder Falk dann schließlich in dem Saal 2 die Gelegenheit, hinter
der Trennscheibe den Bruder "Timur" (zurzeit der älteste muslimische
politische Gefangene in der BRD) und den Bruder Kais zu begrüßen, der
zusätzlich zu diesem Düsseldorfer Prozess den Kölner Prozess ertragen
muss. Thema heute waren Telefonate der Angeklagten - was zum Anlass
genommen wurde, stundenlang weitgehend irrelevante Ausschnitte von
TKÜ-Bändern vorzuspielen.
Fazit: Man könnte über diese
Geldverschwendung der Kuffar lachen - aber das alles geschieht auf dem
Rücken von zehn gefangenen Brüdern !!


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