Dienstag, 6. September 2016
Mobilisierungsdebatte: Wie kämpfen gegen die Krisenfolgen?
Erst herrscht Ruhe im Land: Die Probleme bei Blockupy sind auch die
Probleme der Krisenproteste auf europäischer Ebene
"… Es hat sich nun bestätigt, dass das Blockupy-Netzwerk mit ihren
Aktionen in Berlin nicht an die Erfolge von Frankfurt/Main anknüpfen
konnte. (…) Nun werden sich für die Perspektive von Blockupy einige
Fragen stellen. War es taktisch sinnvoll, die Aktion in den Kontext
des Widerstands gegen die AfD zu stellen? Die Überlegung des
Blockupy-Netzwerkes war ja, dass neben der Antifademo eine
eigenständige Aktion im Herbst 2016 organisatorisch nicht zu stemmen
sei. Das dürfte richtig sein. Doch es gab eine Alternative. Noch Ende
letzten Jahres gab es die Überlegung, das Blockupy-Wochenende um den
1. Mai 2016 in Berlin auch mit Beteiligung aus anderen europäischen
Ländern durchzuführen. Dagegen sprachen sich Gruppen wie Attac
frühzeitig aus, denen die Gruppen, die Demos am 1. Mai in Berlin
vorbereiten, zu radikal sind. Nur ist es ein Fakt, dass in den letzten
Jahren die Straßenmilitanz rund um den 1. Mai abgenommen, die Zahl der
Teilnehmer auf den Demonstrationen aber jährlich zugenommen hat. Weit
über zehntausend Menschen waren es in diesen und am letzten Jahr. Auf
jeden Fall mobilisierte die 1.-Mai-Demonstration wesentlich mehr
Menschen als alle Blockupy-Aktivitäten an diesem Wochenende zusammen.
Wenn es darum gegangen wäre, da zu sein, wo Massen sind, wäre eine
Beteiligung am 1.Mai-Wochenende sinnvoll gewesen…" Beitrag von Peter
Nowak bei telepolis vom 04.09.2016
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49322/1.html
Siehe ansonsten zur Blockupy-Berichterstattung - ohne Anspruch auf
Vollständigkeit - einige Aktualisierungen in unserem Dossier zum
Aktionswochenende
http://www.labournet.de/?p=98942
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen