Freitag, 16. September 2016
[Buch] Kranke Arbeitswelt. Ethische und sozialkulturelle Perspektiven
"Allenthalben ist von einer »neuen Arbeitskultur« die Rede – von
»Arbeit 4.0«. »Motivation«, »Produktivität«, »Kreativität« lauten die
Keywords. Doch was steckt hinter diesen Etiketten?
Die »schöne neue Arbeitswelt« entpuppt sich oft als wenig schön und
wenig neu. Unter Ökonomisierungs- und daraus resultierendem
Leistungsdruck nimmt nicht zuletzt der Angriff auf die Gesundheit zu.
Wolfgang Hien legt die Finger in die Wunden »unserer«
Arbeitsgesellschaft. Dabei weist der Autor nach, dass Ziele, Zwecke
und Bedingungen der Arbeitswelt, der wir ausgesetzt sind, nicht von
»uns«, auch nicht von anonymen Marktgesetzen, sondern von Macht- und
Herrschaftsstrukturen und insofern von konkreten Akteuren der
Wirtschaftseliten bestimmt werden." Klappentext zum Buch von Wolfgang
Hien beim VSA-Verlag (200 Seiten, 2016, EUR 16.80, ISBN
978-3-89965-703-6) Siehe dazu Infos und Leseprobe:
a) Informationen und Bestellung beim VSA-Verlag
http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/kranke-arbeitswelt/
b) Inhalt & Einleitung – »neue Autonomie« in der Arbeitswelt - als
Leseprobe beim Verlag (pdf)
http://www.vsa-verlag.de/uploads/media/www.vsa-verlag.de-Hien-Kranke-Arbeitswelt.pdf
c) Der kalkulierte menschliche Kollateralschaden. Die Zerstörung der
Persönlichkeit im Neoliberalismus. Kap. 3.1. als exklusive Leseprobe
im LabourNet Germany (pdf) - wir danken!
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/09/hien_krankearbeitswelt.pdf
d) »Am Fließband war völlig egal, ob du schön oder ›vorzeigbar‹ bist«
"... In die Texte fließen Erfahrungen aus Seminaren mit Betriebsräten,
Gutachten auf der Grundlage einer »Teilnehmenden Beobachtung« am
Arbeitsplatz, Emails und Briefe von betroffenen ArbeiterInnen ein. Die
Menschen, die der »kapitalistische(n) Landnahme im Gesundheitswesen«
(so eine Kapitelüberschrift) ausgesetzt sind – als Patienten oder als
dort Beschäftigte – sind auch die Hauptadressaten des Buches. Mit der
Veränderung der Arbeitsverhältnisse verändern sich auch die
Krankheitsbilder: Burn-out und psychische Erschöpfungszustände
ersetzen zunehmend die Massenkrankheiten des Bewegungsapparates. Die
neuen Verhältnisse wollen die ganze Person, sie soll alles geben,
kreativ, motiviert, flexibel, aber vor allem auch loyal sein.
»Feierabend« gibt es nicht mehr. Seine Arbeit machen, reicht heute
nicht mehr. »Am Fließband war völlig egal, ob du schön oder
›vorzeigbar‹ bist« (S. 87)..." Buchbesprechung in der Wildcat 100 vom
Sommer 2016 - wir danken für die Verlinkung!
https://wildcat-www.de/wildcat/100/w100_bb_kranke_arbeit.html
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