Punxatans Neuer Blog

Donnerstag, 21. Januar 2016

[Hoppetosse] Termin der Süd-Veranstaltungstour steht: Noch freie Tage für Veranstaltungen!

Hallo,
sie wird von zwei Direct-Action-Trainings eingerahmt sein, meine nächste Veranstaltungstour durch den Süden des Landes. Dabei geht es um das Erlernen kreativer Aktionsmethoden, z.B. offenes oder verstecktes Straßentheater, künstlerische Veränderung des öffentlichen Raumes, Kommunikationsguerilla oder filigrane Sabotage. Beide Trainings werden offen sein für alle Interessierten. Es beginnt am 12./13.3. in München, das andere Direct-Action-Seminar läuft vom 18.-20. März nahe Dillingen. Wer also Lust hat, sollte sich einen der beiden Termine schon mal vormerken und Bescheid geben bei Interesse.

Das Andere ist: Zwischen den beiden Terminen bleibe ich im Süden und mache gern Abendveranstaltungen, -besprechungen, kleine Trainings usw. Noch sind keine Abende "vergeben", Ihr könnt also losplanen, wenn Ihr Lust habt, dass ich mal vorbeikomme. Ich hänge Euch meine aktuellen Themen an - aber auch andere Themenabsprachen sind möglich, wenn es Euch und zu meinen Themengebieten passt.
Denkbar für Orte, an denen ich auf der Hinfahrt aus dem Raum Gießen/Frankfurt nach München bzw. auf der Rückfahrt von Dillingen aus vorbeikomme, dort auch Termine direkt vor München oder nach Dillingen zu machen.

Ich würde mich freuen, wenn es wieder eine bunte Tour wird - mit zwei Aktionstrainings, damit auch praktisch was hängenbleibt.

Gruß gerade aus dem Zug von Köln nach Hamburg ;-) ... Jörg

P.S. ein paar Themenvorschläge:

Die Mischung macht's - erfolgreiche Strategien des Widerstandes (am Beispiel der Agrogentechnik)

Wie lassen sich politische Auseinandersetzungen gewinnen? Am Beispiel der Agrogentechnik wird das anschaulich, doch die Ton-Bilder-Schau soll Handwerkzeug für alle politischen Themen und Aktionsfelder geben. Die Story: 2004 starteten Gentechnikkonzerne und Lobbygruppen eine neue Kampagne zur Durchsetzung ihrer Profitinteressen und zur Anlage von Feldern mit manipulierten Pflanzen. Ab 2005 entwickelte sich - wie schon Mitte der 90er Jahre - eine spannende Mischung des Widerstandes: Feldbefreiungen, Feldbesetzungen, Aktionen vor Konzernzentralen und -versammlungen, Recherchen hinter den Kulissen, brisante Veröffentlichungen und viele informative Veranstaltungen. Mit Erfolg: 2011 wurden die letzten Versuchsfelder in einer spektakulären Aktion zerstört. Monsanto, BASF & Co. kündigten ihren Abgang aus Deutschland an. Seit 2012 ist Deutschland gv-Felder-frei. Da lohnt sich der Rückblick: Was macht solche Widerstandsstrategien aus? Was lässt sich daraus für andere Kampagnen und Aktionen lernen, also für den Widerstand gegen Atom oder Kohle, Tierfabriken oder übergriffige Behörden, Nazis oder Sozialabbau, Militär oder Repression. Fotos, kurze Filme und ausgewählte Anekdoten machen die Ton-Bilder-Schau zu einer rasanten Erinnerung an vergangene Protestjahre - immer verbunden mit Tipps und Thesen für eine entschlossene Protestkultur überall. Am Ende besteht die Gelegenheit zur Debatte, Entwicklung eigener Ideen und für konkrete Verabredungen.

Macht macht Umwelt kaputt - über den Zusammenhang von Herrschaft und Umweltzerstörung

Herrschaft bedeutet die Möglichkeit, Abläufe und Verhältnisse so regeln zu können, dass andere die negativen Folgen erleiden müssen. Umweltzerstörung basiert regelmäßig auf diesem Prinzip: Industrie und ihre Staaten graben in armen Regionen nach Energiequellen und Rohstoffen, transportieren schiffeweise Nahrungsmittel oder Holz zu sich und kippen den Müll wieder in die Peripherien zurück. Städte nutzen das Umland für Bauflächen, Straßentrassen und Müllhalden. Die Natur zählt nichts, weil die Menschen in ihr still sind oder still gehalten werden. Wer Umwelt dauerhaft schützen will, muss daher die Machtfrage stellen. Doch was geschieht tatsächlich? Selbst Umweltver-bände setzen auf Staat, Umweltpolizei, Gesetze und Firmen, um die Welt grün zu halten. Diese Schüsse gehen nach hinten los - schon seit Jahrzehnten. Nötig ist eine Umweltschutzstrategie, die die Menschen ermächtigt, ihr Leben wieder selbst zu organisieren – ohne Hierarchien und Privilegien. Nur ein Umweltschutz von unten ist grundlegend und dauerhaft wirksam.

Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen

Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist. Oder gar nicht existiert ...
So oder ähnlich klingen viele Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von Anhänger_innen und Wähler_innen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Vor allem aber können sie gefährlich sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt.
Im Vortrag (bzw. Workshop) werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken.


Und schon mal der Ankündigungstext für die beiden Direct-Action-Trainings in München und Dillingen:

Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann könnte dieses Direct-Action-Training (wahlweise: Workshop) helfen. Denn ganz so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren. ++ Schon mal informieren? www.direct-action.de.vu ++ Einführung ins Thema mit vielen Bildern als Anschauung hier!

Außerdem: Unabhängig von mir könnt Ihr auch die entstandenen Doku-Filme aus der Projektwerkstatt mal zu Abendveranstaltungen machen, z.B.
 - ganz neu der Film "Empörung und Verschwörung" über vereinfachte Welterklärungen/Verschwörungstheorien (siehe https://www.youtube.com/watch?v=B7dK2FwZgoQ)
 - die Einführung in kreative Aktionsmethoden als bebilderter Mitschnitt einer Veranstaltung (siehe https://youtu.be/cruXcOk1egw)
 - der Film "Aufstieg und Fall einer Patentlösung" zum erfolgreichen Kampf um die Agrogentechnik (am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern (siehe http://www.youtube.com/watch?v=VVmIgMy10NQ)
 - oder die Mitschnitte der Ton-Bilder-Schauen "Die Mischung macht's!", "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" usw. (siehe www.projektwerkstatt.de/filme).
-- 
(Bitte lange Zitate beim Antworten abschneiden - spart Daten und Unübersichtlichkeit :-)

Jörg Bergstedt, 06401/903283, Fax 03212-1434654, Mobil 01522-8728353 (nur erreichbar, wenn unterwegs)
 c/o Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
PGP unter www.projektwerkstatt.de/feedback.html

www.projektwerkstatt.de - und von dort in über 15000 Themenseiten!
Projektwerkstätten leben davon, dass woanders Sachen übrig sind: Eine Liste, was gebraucht wird, ist unter www.projektwerkstatt.de/gesucht zu finden, z.B. kleines Audio-Aufnahmegerät, Pippi-Kostüme/-Perücken, Obstpresse, Full-HD-Kamera mit Eingang für externes Mikrofon und viele Verbrauchsmaterialien.

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  • Überblick der Themenseiten
    • Aktionstipps und -beispiele (Eingangsseite)
      • Filme
      • Beispiele und Berichte kreativer Aktionen www.direct-action.de.vu
      • Werkzeug für Aktionen
      • Kleine Diaschau als Intro zur Direct-Action-Seite
      • Konkrete Tipps und Beispiele zu Aktionsformen (Übersicht)
        • Theater und Straßenkunst
        • Fakes, Fälschungen, Kommunikationsguerilla
        • Transpis herstellen und bemalen
        • Militanz
        • Lieder
        • Wahlen
        • Kreativ demonstrieren
        • Copyright und Eigentum
    • Aktionsplattformen (Beschreibung der Idee)
      • Projektwerkstatt Saasen (bei Gießen)
      • Traumschule (Altmark)
      • Theorie der offenen Plattformen
    • Materialien, Ausstellungen und mehr
      • Download von Texten, Berichten, Konzepten und Filmen
      • Downloads von Vorlagen für Schablonen, Etiketten usw.
      • Direct-Action-Ausstellung (ausleihbar)
    • Berichte und Aktionsauswertung
      • G8(G7)-GIpfel in Köln 1999 ("Köln-Reader", PDF)
      • Die Gipfel von Köln (1999), Prag (200), Genua (2001), Heiligendamm (2007) usw. (Eingangsseite)
        • IWF und Weltbank in Prag 2000
        • G8-Gipfel in Genua 2001
        • G8-Gipfel in Heiligendamm 2007
      • Rückblick auf Aktionen gegen die NATO-Sicherheitskonferenz (München, 2002)
      • Bundestagswahl 2002
      • Bundestagswahl 2005
Die wichtigsten Seiten und Links:
  • Aktuelle Aktionen und Berichte
  • Interview zu Direct-Action bei Radio Corax!
  • Organisierung von unten
  • Selbstorganisierung im Allltag
  • Kreative Antirepression
  • Terminliste bundesweit
  • Linkliste
  • Coole Broschüren, Bücher und mehr ...
  • Konkrete Hilfen und Material für Aktionen: Aufkleber-, Schablonenvorlagen und mehr
  • Passendes Werkzeug für Aktionen
  • Für eigene Seminare: ReferentInnenanfragen? ++ Infoflyer wirbt für Durchführung von Seminaren (halbe A4-Seite zum Kopieren und Auslegen!)
  • Vorlagen für Folienset (PDF, 16,4 MB, 15 A4-Motive) ++ dasselbe in Farbe
  • Lieder zu kreativen Aktionen
  • Direct-Action-Seite aus Magdeburg
  • Kreativer Straßenprotest
  • Blogs zur Kommunikationsguerilla
  • Wikipedia englischsprachig (die deutsche Seite ist wegzensiert worden)
Service
  • Mail schreiben ... z.B. für ReferentInnenanfragen (Trainings, Workshops, Seminare zu Direkter Aktion), Anfragen u.ä.
  • Terminkalender unten ... wenn nicht zu sehen, hier klicken!
Diese Seiten entstanden als ständige Sammlung von Ideen, Beispielberichten und "Anleitungen".
Sie werden kontinuierlich ergänzt. Aus ihnen entstanden unter anderem der Direct-Action-Reader und die CD zum Thema.

Direct Action - 5x erklärt:   normal   Beispiele   Service   Warnung!   Gegenkultur sein   Impressum
WER NICHTS VERÄNDERN WILL, WIRD AUCH DAS VERLIEREN, WAS ER BEWAHREN MÖCHTE.
Materialien
  • Der jährliche Direct-Action-Taschenkalender ++ Direct-Action-Reader, -Hefte und -CDs
  • Direct-Action-Ausstellung
    Es gibt eine Ausstellung, die eine Mischung aus Museum und Geisterbahn darstellt. Zu verschiedenen Bereichen werden Berichte und Werkzeuge aufgehängt. Für die jeweiligen zentralen Plakate der Themenbereiche gibt es eine Download-Datei (PDF). Rundherum müßt Ihr selbst dann Anschauungsmaterial aufhängen ... von Kostümen über Handschuhe, Maulschlüssel und sonstiges Material.
    Oder: Ausstellung ausleihen und Fotos hier ...
  • Außerdem: Offene Direct-Action-Plattformen aufbauen bei Camps, Aktionen, Kongressen und dauerhaft in jeder Stadt!!!
  • Vortragsmanuskript mit Overheadfolien: "Einführung in Direct-Action"
  • Interview mit Hanna Poddig (FR, 16.10.2009) zu Leben im Protest
Der folgende Text erschien unter dem Titel "Widerstand mit Köpfchen ... für's Köpfchen" in der "Zeitung für stürmische Tage" (Download):

Was ist "Direct Action"? Erregungskorridore in die Normalität schlagen!

Protest ist, wenn ich sage Das und Das passt mir nicht. Widerstand ist wenn ich dafür sorge, dass Das und Das nicht mehr passiert. Ulrike Meinhof

Direct Action: Vortrag zur Kunst des kreativen Widerstands (5.2.10215 in Köln)

Direct-Action-Hase"Direct Action" ist eine Form kreativen Widerstandes, die wir als Teil gesellschaftlicher Intervention gegen Herrschaft und Verwertung sowie als Eröffnung von Diskussionen um visionäre, emanzipatorische Gesellschaftsformen verstehen. Sie versteht sich als gleichberechtigter Teil zu anderen kreativ-emanzipatorischen Handungsstrategien wie Gegenöffentlichkeit, Freiräume und Aneignung, versucht aber, Erstarrungen in den Aktionsformen und -strategien zu überwinden, z.B. die Wirkungslosigkeit vieler vereinheitlichender Aktionsformen (Latschdemo, Lichterkette ...) oder das Gegeneinander aufgrund verschiedener Aktions- und Ausdrucksformen.
"Direkte Aktion" ist mehr als nur mal hier eine Blockade oder da ein Steinwurf. Sie ist eine Methode, ein Aktionskonzept und eine Idee für eine Politikform, die nicht mehr nur Einzelnes angreift - aber auch mehr will als schwächliche Miniveränderungen innerhalb von umweltzerstörenden und menschenverachtenden Verwertungs- und Herrschaftsstrukturen. Direkte Aktion will die Köpfe erreichen. Und den Kopf benutzen. Das erste Ziel einer direkten Aktion ist die Schaffung eines "Erregungskorridors" in der Gesellschaft: Aufmerksamkeit, Irritation, Freude oder Wut sind alles solche Formen. Wie das erreicht werden kann, ist vielfältig: Kommunikationsguerilla, verdecktes Theater, Blockade von Castor-Zügen, Sabotage, Internet-Hacken usw. Wo die Erregung entsteht, ist dann Platz für politische Positionen und Visionen. Aber auch deren Vermittlung will durchdacht sein, d.h. Ideen für kreative Vermittlungsformen sind nötig. Direkte Aktion ist alles drei: Die kreative, direkte Aktion, der entstehende Erregungskorridor und die politischen Positionen/Visionen. Die Qualität entsteht auch durch Übung: In Workshops und Trainings kann über direkte Aktionen geredet und an konkreten Beispielen geübt werden, wie Langeweile und Wirkungslosigkeit politischer Arbeit überwunden werden kann.
Wichtig sind nicht wenige CheckerInnen irgendwo, die Mailinglisten, Internetseiten und wenige Bundestreffen als Ersatz für tatsächliche Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, sondern eine breite Handlungsfähigkeit (Aktionen, Widerstand, politische Positionen und Visionen, Intervention und Widerstand im Alltag) überall.
Warum sich auf Rechte berufen, die nutzlos sind, oder die man sich nicht leisten kann? Politische Phantomrechte in Anspruch zu nehmen, wie z.B. sich als Stimmvieh von einer Horde großenwahnsinniger Staubsaugervertreter verarschen zu lassen oder demonstrierend am Demokratiefasching teilzunehmen und sich damit zu begnügen, zeugt unserer Meinung nicht gerade für einen kritischen Intellekt, der die Mächtigen schlecht schlafen lassen muß. Den wie bereits Carl von Clausewitz bemerkte, besteht in einer kriegerischen Auseinandersetzung ein entscheidender Vorteil darin, sich das Schlachtfeld selbst auszusuchen, und damit dem Gegner die Bedingungen seiner Reaktionen aufzuzwingen.
Statt aufwendige Show-Veranstaltungen wie am Heiligendamm zu besuchen, wo Sitzblockaden aus den bürgerbewegten 80er Jahren nachgestellt werden, die anscheinend den Zweck erfüllen, einerseits Polizeieinheiten ein Gratistraining für den Bürgerkrieg zu spendieren, den wir in 20 Jahren haben werden, wenn sich nichts ändert, andererseits den Protestierern eine Stärke vorzugaukeln, die sich freilich gar nicht haben, sollte man sich eher wieder darauf konzentrieren, gezielte Aktionen an neuralgischen Punkten durchzuführen, für die es wiederum keine hunderttauschend Demonstranten braucht, sondern ein paar glückliche gut Organisierte.
(Quelle: Junge Welt, 7.2.2009, S. 7)
Aristoteles
Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten.
Michael Foucault, übersetzt und zitiert nach in: Mathieu Rousselin, "Widerstand" (S. 64)
Da alle Dinge gemacht wurden, können sie abgemacht werden, vorausgesetzt man weiß, wie sie [zuerst] gemacht wurden.
Gruppe Gegenbilder, 2000: Freie Menschen in Freien Vereinbarungen, S. 10 ... auch im Internet mit Debattenforum)
Pragmatismus in der politischen Arbeit und klare Positionen bis zu Visionen stehen in einem interessanten Verhältnis zueinander. Sie sind keine Gegensätze, sondern der Pragmatismus, also die Ausrichtung daran, was gerade machbar ist, gewinnt durch die Utopie seine Richtung und seinen Schwung. Zudem wird verhindert, daß Teilschritte schon als Erfolg abgefeiert werden. Visionen sind wie ein Magnet, der die realen Verhältnisse und auch die Vorschläge zu Teilveränderungen immer ein Stückchen höherzieht. Ohne Visionen und klare Forderungen wird es gar keine Erfolge politischer Arbeit geben. Gleichzeitig aber müssen Visionen gefüllt werden, Konzepte und Experimente erarbeitet und umgesetzt werden, damit aus dem Traum Wirklichkeit wird.
Aus: Christoph Spehr, 1996: Die Öko-Falle
Die Position der Abwicklung, wenn sie nicht in eine Haltung der kritischen Passivität oder der aktiven Ratlosigkeit umkippen soll, muß einen Krisenbegriff entwickeln. Wo die Systemüberwindende Reform tendenziell von einer objektiven Krise ausgeht (die Akkumulation von Kapital in ihrer bisherigen Form funktioniert nicht mehr), muß die Abwicklung tendenziell eine subjektive Krise glaubhaft machen (die Orientierung der Menschen, ihre persönlichen Interessen zu wahren, geht nicht mehr mit der Stabilität der gesellschaftlichen Interessen zusammen).
Auszug aus Len Fisher (2010): "Schwarmintelligenz", Eichborn in Frankfurt (S. 49)
Polizeibeamte haben uns berichtet, dass es ausreicht, bei Demonstrationen und Stragenschlachten eine kleine Gruppe von Randalierern festzunehmen, um die ganze Menge zu kontrollieren.

Im Original: Warum gibt es so wenig Widerstand? ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus "Neoliberales Herrschaftssystem: Warum heute keine Revolution möglich ist", in: SZ, 2.9.2014
Die systemerhaltende Macht der Disziplinar- und Industriegesellschaft war repressiv. Fabrikarbeiter wurden durch Fabrikeigentümer brutal ausgebeutet. So führte die gewaltsame Fremd-Ausbeutung der Fabrikarbeiter zu Protesten und Widerständen. Möglich war hier eine Revolution, die das herrschende Produktionsverhältnis umstürzen würde. In diesem repressiven System sind sowohl die Unterdrückung als auch die Unterdrücker sichtbar. Es gibt ein konkretes Gegenüber, einen sichtbaren Feind, dem der Widerstand gilt. Das neoliberale Herrschaftssystem ist ganz anders strukturiert. Hier ist die systemerhaltende Macht nicht mehr repressiv, sondern seduktiv, das heißt, verführend. Sie ist nicht mehr so sichtbar wie in dem disziplinarischen Regime. Es gibt kein konkretes Gegenüber mehr, keinen Feind, der die Freiheit unterdrückt und gegen den ein Widerstand möglich wäre. Der Neoliberalismus formt aus dem unterdrückten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder ist heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers. Jeder ist Herr und Knecht in einer Person. Auch der Klassenkampf verwandelt sich in einen inneren Kampf mit sich selbst. Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiert sich selbst statt der Gesellschaft.
Das unterworfene Subjekt ist sich nicht einmal seiner Unterworfenheit bewusst ...
Ziviler Ungehorsam
Ziviler Ungehorsam ist der aus Gewissensgründen und gewaltfrei vollzogene bewusste Verstoß gegen ein Gesetz, eine Pflicht oder den Befehl eines Staates oder einer anderen Macht. Im Gegensatz zu einem Streik ist er nicht rechtlich abgesichert, und der Ungehorsame nimmt bewusst in Kauf, dafür bestraft zu werden. Wer zivilen Ungehorsam ausübt, gilt als Anarchist oder Staatsfeind, da er eine fremde Herrschaft über seine Aktivitäten ablehnt. Der Ausdruck ziviler Ungehorsam (im Englischen civil disobedience) wurde vom US-Amerikaner Henry David Thoreau in seinem Essay Civil Disobedience (1849) geprägt, in dem dieser erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte. Die deutsche Übersetzung von "civil disobedience" müsste eigentlich bürgerlicher Ungehorsam heißen (engl. civil: bürgerlich bzw. staatsbürgerlich). Thoreau, von dem der Begriff stammt, befasste sich nicht mit gewaltfreiem Widerstand, sondern mit den Gewissenskonflikten, die er als Bürger, Wähler und Steuerzahler auszutragen hatte. Das heißt, ein Bürger verweigert seinem Staat den Gehorsam, wenn sein Gewissen ihm das diktiert. Dies betrifft besonders den Kriegsdienst und die Bezahlung von Steuern. Die Erwähnung, dass der Ungehorsam gewaltfrei sein muss, ist eigentlich überflüssig, weil jede Gewaltanwendung gegenüber einer Drittperson impliziert, dass diese Person gehorsam handeln müsste, um der Gewaltanwendung zu entgehen. Dies widerspräche dem Ziel, jeden Menschen zum Ungehorsam zu ermuntern. Namhafte Vertreter zivilen Ungehorsams waren Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King und die Brüder Philip und Daniel Berrigan. In dieser Tradition leisten viele Atomkraftgegner, Graswurzler, Friedensdemonstranten, Globalisierungskritiker und Totalverweigerer Widerstand in Form zivilen Ungehorsams. Bekannte Beispiele von zivilem Ungehorsam, der sich in politischen Bewegungen niederschlug, waren die Boston Tea Party, die indische Unabhängigkeitsbewegung sowie die Montagsdemonstrationen im Jahre 1989. (Quelle dieses Textes und der Links)
Aus Gordon, Uri (2010): "Hier und jetzt", Nautilus in Hamburg (S. 31 f.)
Zwischen der direkten Aktion und einem verwandten Konzept, dem des »zivilen Ungehorsams« sollte unbedingt unterschieden werden. Unter dem Letzteren ist meiner Ansicht nach jede Art kollektiver Verweigerung gegenüber dem Gesetz zu verstehen, wobei dies entweder aus moralischen Motiven geschieht oder um Druck auf die Regierenden auszuüben, damit sie schließlich auf Forderungen eingehen. So schreibt Henry D. Thoreau: »Wenn die Alternative darin besteht, entweder alle Gerechten einzukerkern oder Krieg und Sklaverei abzuschaffen, wird der Staat bei der Wahl nicht zögern.« Demnach ist ziviler Ungehorsam im Grunde eine konfrontative Form des Dialogs zwischen Bürgern, die sich nicht unterordnen, und dem Staat. Dieser Dialog stellt die grundlegende Legitimität des Staates nicht infrage (denn es wird vom Staat erwartet, dass er auf die Forderungen der Ungehorsamen reagieren und beispielsweise ein ungerechtes Gesetz ändern wird). Oft geht der zivile Ungehorsam mit einer Rhetorik der Aufrufe an die Gesellschaft einher, sie möge sich doch ihren eigenen Idealen gemäß verhalten. Auf diese Weise wird der Status quo der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Institutionen eher bestätigt als herausgefordert.
Aus Sternstein, Wolfgang: "Die gewaltfreie Revolte gegen 'Stuttgart 21'", in: GWR Dez. 2010 (S. 7)
Unter zivilem Ungehorsam in der Tradition von Henry David Thoreau, Mahatma Gandhi und Martin Luther King versteht man die bewusste Übertretung von Gesetzen oder gesetzesähnlichen Vorschriften sowie die Gehorsamsverweigerung gegenüber polizeilichen Anweisungen mit dem Ziel, staatliches Unrecht oder staatliche Korruption zu beseitigen.
Ziviler Ungehorsam in diesem Sinne sollte "zivil", also offen, dialogbereit und gewaltfrei sein. Dazu gehört auch die Bereitschaft, die für die Gesetzesübertretung oder die Gehorsamsverweigerung verhängte Sanktion klaglos hinzunehmen. ...
Wer zivilen Ungehorsam leistet, dem geht es um die Verbesserung der Demokratie, nicht um ihre Zerstörung. Durch ihre Bereitschaft, Nachteile und Strafen hinzunehmen, bekunden sie ihren Respekt vor dem Recht als solchem und appellieren an die Regierung und die Parlamente, die angefochtenen Entscheidungen noch einmal zu überdenken. ...

  • Vergleich "Ziviler Ungehorsam" und "Direct Action" (in: grünes blatt 1/2011, S. 3-11)
Direkte Aktion
Direkte Aktion ist ein Begriff aus der Politik. Merkmal der Direkten Aktion ist, dass keine Macht delegiert, also an Vertreter abgegeben wird. Somit wird der Parlamentarismus und jegliche Stellvertretung verworfen. Die Betroffenen sollen selbst zur Durchsetzung ihrer Interessen aktiv werden. Beispiele für direkte Aktionen sind Selbstorganisation, selbstorganisierte Besetzungen, Boykotts, Streiks, Sabotage. (Quelle dieses Textes und der Links)
Aus der Prinzipienerklärung der Bildungssyndikate in der FAU
Wir handeln nicht stellvertretend fuer andere, sondern fuer uns selbst! Es geht uns nicht darum, irgendwelche "Massen" vor unseren Karren zu spannen, sondern aus unseren konkreten Erfahrungen heraus dort Widerstand und Perspektiven zu entwickeln, wo wir stehen. Wir handeln aus unserer sozialen Situation heraus, ohne unsere Macht an Parteien, Institutionen und andere "Fuehrer' abzugeben. Das nennen wir ,direkte Aktion". Der Begriff "direkte Aktion" umfasst alle Kampformen, die ohne Einschaltung von Vermittlern oder Autoritaeten unsere Interessen direkt durchsetzen. Dazu gehoeren Selbstorganisation, selbstorganisierte Besetzungen, Boykotts, Streiks, Sabotage etc.
Im Original: Kreativität als Gegengift zur Herrschaft ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus "Über die Versuche, ein Kamel die Zähne zu putzen" (S. 122 f.), Dokumentation über eine antimilitaristische Aktion
Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität.
Wie sieht also ein soziales Ganzes aus, so daß es den Menschen entspricht in ihrer fortwährenden Entwicklung hin zu sich selbst, hin zur Selbstbestimmung, zur Erfüllung, zur Freiheit*? Wie sieht der soziale Organismus in seiner Freiheitsgestalt aus?
Die Frage ist eine Gestaltungsfrage. Nur aus unserer Kreativität heraus können wir die Verhältnisse ändern. Es geht darum, eine Grenze aus einer längst überholten Zeit zu überschreiten, in der alles nach finanziellen Gesichtspunkten entschieden wird, hinein In eine Gegenwart, in der sich alles auf ein Menschliches beziehen muß.
Noch leben wir in einer WirtschaftskuItur. Wahlfreiheit wird den Bedürfnissen der Menschen, sich selbst zu bestimmen und gemeinsam mit anderen Angelegenheiten zu entscheiden, die alle gleichermaßen betreffen, nicht gerecht. Was den Menschen im allerhöchsten Falle gelassen wird, ist Narrenfreiheit – aber nur da, wo sie nicht an Machtstrukturen rüttelt. Das, was der allerhöchsten Menschenwürde entspricht, die freie, schöpferische, souveräne Betätigung, wird in Bezug auf das gesellschaftliche Ganze unterbunden, an den "Freizeit“-bereich verwiesen und als "Hobby" denunziert.
Es geht nicht um Abschaffung eines Systems, sondern um die Erweiterung unserer Lebensbereiche und um die aktive Teilnahme an der Umgestaltung. Es geht auch nicht darum, dass die ersten Versuche gelingen, sondern darum, lebendige Formen zu entwickeln und zu schaffen. In diesem Sinne waren wir schon längst am Ziel, als wir in Witzenhausen losgegangen sind.
Die Tatsache, daß sich die Ideen und Ideale der Menschen stetig fortentwickeln, beinhaltet, daß diese mit starren Gesetzen kollidieren. Gesetze sind nicht um ihrer selbst Willen da, sondern um der Menschen willen. Nun haben Paragraphen die wunderbare Eigenschaft, das Denken auszuschalten und dadurch die wirklichen Zusammenhänge nicht deutlich vor Augen treten zu lassen.
Wird Krieg mittels einer Rechtsgrundlage legalisiert, so ist anzunehmen, daß Maßnahmen zur Abschaffung und zukünftigen Verhinderung von Krieg (weil gerichtet nach derselben Rechtsgrundlage), nicht geduldet werden können. Mord an Menschen und die Zerstörung von Tier- und Pflanzenwelt und unserer Erde sind juristisch nicht anzufechten, der Versuch hingegen, dies durch Eindringen in Kriegsgelände und Aussäen von Weizen zu stoppen, wird kriminalisiert.
Legal ist nicht legitim - das Gesetz entspricht dem wirklichen Leben nicht mehr, muß folglich weiterentwickelt werden. Gesetze sind von Menschen gemacht, müssen also auch von Menschen umgestaltet werden. Im Bewußtsein der Rückständigkeit der juristischen Vorlagen ist es nicht weiter tragisch, verurteilt zu werden. Die heutigen Zustände betrachtend, ist es völlig gewöhnlich, hin und wieder in den Knast zu gehen - es ist zwar nicht sonderlich aufregend, tut aber dem Leben keinen Abbruch.
Schwer auszuhalten ist selbstverständlich die Spanne zwischen 7m Pflugfurche und zukünftiger sozialer Gesellschaft. Arbeit muß sowohl am inneren Pfad der gewaltfreien Konfliktlösung, als auch am äußeren Konzept der Entmilitarisierung geleistet werden. Daß eine Idee noch niemals vorherverwirklicht wurde, spricht nicht gegen sie. Da ist es so wie mit dem Zähneputzen bei Kamelen: Der erste versucht es vergeblich, ebenso die zweite und dritte, bis es irgendwann einmal gelingt - was dann nicht heißt, daß es auch ohne die vorhergehenden Versuche möglich gewesen wäre.
Mit der Freiheit ist es wie mit den Kamelen, an beide müssen wir uns erst gewöhnen. Ist die anfängliche Befangenheit einmal überwunden, machen beide ganz gewaltig Spaß.

* „Freiheit“: 1. Unabhängigkeit von äußerem, Innerem oder durch Menschen oder Institutionen (Staat, Gesellschaft, Kirche usw.) bedingtem Zwang
Direkte Aktion: Diese Macht lag in den Regelverletzungen, der öffentlichen Provokation,
der Spontaneität und Phantasie kulturrevolutionärer Brüche mit dem grauen Konsens.

Johann Bauer in Friedensforum 2/2008 (S. 38)
Direct-Action-Ausstellung
Seit Herbst 2003 existiert eine anregende Direct-Action-Ausstellung, durch die dort, wo sie aufgebaut ist, auch Führungen angeboten werden können. Für Kongresse, Seminare, Camps usw. kann beides "angefordert" werden oder wir kommen von uns aus.
Inhalte: Hintergrundtexte, Beispiele, Material von Sprühschablonen über spurenvermeidende Kleidung, die Software "Safeworks" bis hin zu Schraubenschlüsseln. Besondere Herzstücke sind die Fakeparade mit gesammelten Fälschungen, Berichte vom Kameragottesdienst, ein Interview mit der Roten Zora und Ideen für kreative Antirepression bei Gerichtsverfahren, Festnahmen und Personalienkontrollen.
Infos: www.projektwerkstatt.de/plattform.
Offene Aktionsplattformen
Ein Anspruch an emanzipatorische Aktionsstrategien ist der gleichberechtigte Zugang zu Handlungsmöglichkeiten. Um kreativen Widerstand zu fördern, können in Zentren (auf Dauer) oder auf Camps, Kongressen usw. (dann zeitweise) Aktionsplattformen entstehen, d.h. Materialien offen zur Verfügung gestellt werden.
Direct-Action-Kalender - jedes Jahr
Das wird wieder ein Feuerwerk an Ideen, Berichten, praktischen Tipps und mehr - plus praktischem Kalendarium und jeder Menge nützlicher Seiten. Ein Begleiter für alle, die ein Jahr aufregend gestalten wollen, Anregungen oder konkrete Hinweise brauchen. Ab Juli gibt's jeweils den fürs nächste Jahr. Mehr hier ...
TrainerInnen, ReferentInnen
Wer Lust hat auf Infoveranstaltungen, Trainings, Workshops oder Seminare zu "Direct Action" oder einzelnen Methoden, kann sich gern melden. In der Projektwerkstatt in Saasen gibt es eine dauernde offene Aktionsplattform, die auch auf Camps und Kongresse mitgebracht werden kann - am besten zusammen mit der Ausstellung. Kontakt: 06401/903283, saasen@projektwerkstatt.de. Seite zu Vortrags-/Workshopangeboten ...
Internet und Lesestoff
  • Viele Ideen und Beispiele: www.direct-action.de.vu
  • Direct-Action-Heftchen: A5-Broschüren, in denen jeweils zu einem Thema viele Tipps zu Aktionen zusammengestellt worden sind. Bisher erschienen: Kreative Antirepression, Die Mischung macht's! (Direct-Action-Einführung), Anti-Knast, Subversive Kommunikation, Der Ton macht die Aktion (Lieder zu Aktionen). Je 1 Euro oder Download über www.aktionsversand.de.vu.
  • Blockadefibel: Viele Tipps für Lock-ons, Blockadetechniken, Knoten und Anketten usw. A5, 2 Euro.
  • Auf Wikipedia wurde der Eintrag "Direct Action" gelöscht und der Autor auf Lebenszeit gesperrt. Das Thema sollte es da nicht geben.

Materialien zum Downloaden

Direct-Action-Broschüren: A5-Heftchen mit konkreten Tipps für Aktionen - bitte druckt die PDF-Download doch aus und sucht Kopiermöglichkeiten, damit diese Heften möglichst weit verbreitet werden!!! Die Themen:
  • Knast ... Kritik, Berichte, Aktionen (4,9 MB)
  • Subversive Kommunikation ... Verstecktes Theater, Gesprächsführung, Kommunikationsguerilla (3,7 MB)
  • Kreative Antirepression ... Polizeikontakt und Prozesse zu Aktionen machen (3,7 MB)
  • Der Ton macht die Aktion! ... Lieder für politische Aktionen (6,7 MB)
  • Die Mischung macht´s! ... Einführung in die direkte Aktion (5,4 MB)
  • Rechtstipps gegen Recht-Extremisten ... Sich wehren gegen Justiz, Polizei & Co. (2,9 MB)
  • Gerichtsverfahren ... Tipps für Angeklagte und ZuschauerInnen (4,2 MB)
  • Aneignung jetzt! ... Häuser, Plätze und mehr besetzen, Umweltschutz von unten usw. (3,8 MB)
  • Offener Raum ... Horizontale Struktur für Camps, Veranstaltungen und Projekte (3,3 MB)
  • Widerstand im Alltag ... viele kleine Tipps für immer und überall (2,8 MB)
  • Achtung! Polizei! ... Tipps für Festnahmen, Kontrollen, Verhöre und mehr (5 MB)
  • Gewalt? Gewaltfrei? ... Diskussion zum Sinn und Unsinn der Frage nach Gewalt ++ Beispiele kreativer Militanz (4,5 MB)
  • Aktionen zu und gegen Wahlen (2 MB)
  • Kreativ demonstrieren ... Aktionen auf Demos, kreative Demo-Formen, Orga-/Rechtstipps (3,9 MB)
  • Flugblatt gegen Polizei ... allgemein, überall einsetzbar, führt Gründe gegen die Existenz von Polizei auf (A3 beidseitig, zum Falten auf A4 ... 1,3 MB)
  • Flublatt gegen Krieg und deutsche/europäische sogenannte Friedenspolitik ... mit Kritik an NGO-Positionen zu Völkerrecht (A3 beidseitig, zum Falten auf A4 ... 3,2 MB)
  • Schlösser öffnen (Lock picking) ... leider kein Download, daher nur über die Bestellseite!
Alle Materialien und noch viel mehr davon können auch bestellt werden ... hier klicken!
  • Achtung: Es gibt eine gesonderte Direct-Action-Download-Seite mit den Broschüren und vor allem vielen Aktionsmaterialien wie Aufkleber und mehr!
Warum schreibt und komponiert ihr nicht?! Warum malt und modelliert ihr nicht?!
Warum schreit und randaliert ihr nicht?!
F. K. Waechter
Software zum Downloaden
  • Verschlüsselung (PGP & Co.) ++ Verschlüsseln von Dateien und ganzen Datenträgern
  • Sicheres Löschen von Dateien und Ordnern mit BcWipe: Downloadseite 1 ++ Seite 2 ++ Begutachtung des Programms und Download
  • GNUPP ... Verschlüsseln von Emails und Wipe-Funktion (aktuelle Version von GPG für Windows)
Direct-Action-Trainings
Statt starrer und formal/informell zentraler Strukturen hoffen wir, daß immer wieder Basisgruppen und -zusammenhänge bezogen auf konkrete Aktionsvorbereitungen oder unabhängig davon Treffen organisieren, auf denen Austausch, Aktionstraining, Planung und
politische Debatte eineinander abwechseln. Wer hat Lust, weitere zu organisieren? Hilfe/ReferentInnen ist möglich!
Tipps für Trainings & Seminare:
  • Folienset als PDF
  • Üben mit der Form des "Theater der Unterdrückten"
Direct-Action-Ausstellung
Seit Herbst 2003 existiert eine anregende Direct-Action-Ausstellung, durch die dort, wo sie aufgebaut ist, auch Führungen angeboten werden können. Für Kongresse, Seminare, Camps usw. kann beides "angefordert" werden oder wir kommen von uns aus. Hier Texte zu beiden Elementen, die für Ankündigungen u.ä. genutzt werden können. Außerdem gibt´s eine Seite mit Fotos und mehr von der Ausstellung.
  • Direct-Action-Parcour und Aktionsplattform
    In ... wird eine aktionsorientierte Ausstellung aufgebaut. An Hintergrundtexten, Beispielen und dem aushängenden Material von Sprühschablonen über spurenvermeidende Kleidung, die Software "Safeworks" bis hin zu Schraubenschlüsseln und mehr werden viele Ideen für kreative Aktionen vorgestellt. Besondere Herzstücke sind Fakeparade mit gesammelten Fälschungen, die Berichte vom Kameragottesdienst, ein Interview mit der Roten Zora und Ideen für kreative Antirepression bei Gerichtsverfahren, Festnahmen, Personalienkontrollen und mehr.
  • Jeden Tag um X.xx Uhr am Direct-Action-Parcour:
    Direct-Action-(Ein)Führung durch den Parcour ... eine anregende Rundreise durch viele Ideen kreativer Aktionen, Straßentheater, Kommunikationsguerilla, Sabotage und vielem mehr. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, vertiefende Workshops zu speziellen Themen festzulegen für die dann folgenden Tage. Also - wer mal mitbekommen will, was so alles möglich ist an direkten und kreativen Aktionen, sollte hier mal vorbeischauen!
  • Ausstellung bestellen ...
  • Und am besten natürlich mit Workshops, Trainings usw. verbinden ...

Termin-Übersicht (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)

Links

  • Projektwerkstatt Saasen
  • www.projektwerkstatt.de ... die offene Internetplattform emanzipatorisch-widerständiger Projekte&Gruppen
  • Ideen zu kreativer Antirepression
  • Schutz vor Repression
Lesestoff
  • Der Reader HierarchNIE! mit vielen Tipps zum Dominanzabbau und für Gruppenmethoden: Download als PDF ++ Bestellen
  • Weitere Bücher verschiedener Gruppen/Quellen
    • Kapitel "Aktionenformen" aus einem umfangreicheren Buch
    • Handbuch für Hausbesetzer
    • Direct Action Handbook
Hinweis: Im Umfeld der FAU (organisierte Anarchisten) wird der Begriff "Direkte Aktion" leicht anders benutzt.

Spendenkonto für Aktionen

Für konkrete Projekte, Aktionen und Rechtshilfe: Konto "Spenden&Aktionen" (wenn gewünscht, bitte Zweck angeben!): IBAN DE29 5139 0000 0092 8818 06, BIC VBMHDE5F ++ Träger: Förderverein (Steuer-Nr. 020 227 12491) ++ keine Spendenbescheinigung möglich!

_______________________________________________
Mailingliste von Hoppetosse - Netzwerk für kreativen Widerstand. Alle Infos und Formular für Aus-/Eintragen sowie Archiv: www.projektwerkstatt.de/ovu.
Eingestellt von Punxatan um 03:10

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