Dresden. Eine Gruppe von etwa 30 in
Dresden lebenden Flüchtlingen hat am Samstagnachmittag vor der
Altmarkt-Galerie für die Rechte von Frauen demonstriert. Anlass dafür
sind die Ereignisse der Silvesternacht, als vor allem in Köln Hunderte
Frauen von Migranten belästigt wurden.
„Was
in Köln passiert ist, hat uns erschüttert“, sagt Hasan, der die Demo
mit organisiert hat. „Wir sind nicht in Deutschland um Frauen zu
belästigen“, so der Syrer, der seit rund 15 Monaten in Dresen lebt. Er
stellt klar: Was in Köln passiert ist, ist auch im Islam verboten und
entspricht nicht den Sitten und Gebräuchen der Muslime. Es gebe leider
überall gute wie schlechte Menschen, sagt er.
In Am Sayad Mahmood, Vorsitzende des
Ausländerrates Dresden, die die Asylsuchenden als Dolmetscherin
unterstützte, bat darum, die Taten nicht pauschal allen Flüchtlingen
oder Muslimen zuzuschreiben. Ein differenzierter Blick sei hier nötig.An
den Vorfällen seien etwa 1000 Menschen beteiligt gewesen - bei rund
einer Millionen Flüchtlinge.
Wie
Hasan berichtet, sei die Lage für Flüchtlinge nach Köln noch
schwieriger geworden. Er berichtet, dass allein in diesem Jahr drei
seiner Freunde angegriffen und geschlagen wurden. Das sei traurig, denn
sie seien vor Gewalt und Krieg geflohen, nur um zu sehen, dass sie auch
hier nicht sicher seien.
Mit der Aktion
wollen er und seine Begleiter daher versuchen, ihren Ruf wieder zu
verbessern. Denn: „Wir sind dankbar für die deutsche Gastfreundschaft“,
so der junge Zimmermann. Immerhin: bei einigen Dresdnerinnen kam die
Aktion vorzüglich an: Mit einem Strauß Blumen in der Hand bedankten sie
sich herzlich bei den jungen Männern.
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