Mittwoch, 17. Dezember 2014

Nikos Romanos beendet Hungerstreik

Heute hat, nach Auskunft des Anwalts, Nikos Ramonos, den Hungerstreik beendet, da es zu einem Kompromiss im Parlament bezueglich seines Studiums kam. Heute frueh hatte Nikos noch den Durststreik mit dem Slogan von Holger Meins "Mensch oder Schwein" angekuendigt, falls es keine Loesung fuer in gebe. Das Parlament fuehrte heute eine Debatte ueber Aenderungsantraege von gestern fort. Wie gestern gab es auch heute eine spontane Versammlung zahlreicher BuergerInnen vor dem Parlament am Syntagma Platz. Auch in den besetzten Gebaeuden wurde heute vormittag bereits ueber ein weiteres Vorgehen diskutiert und zu spontanen Versammlungen aufgerufen, um den Kampf von Romanos zu unterstuetzen. VOR CA EINER STUNDE kam es dann zu einer Kompromiss-Einigung im griechischen Parlament: Nikos muss im ersten Semester per Fernstudium bestehen, und kann danach als Freigaenger mit einem elektronischen Armband zur Universitaet. Im griechischen Parlament in Athen wurde gestern noch heftig ueber Antraege von Nikos Romanos Anwalt diskutiert, es gab Aenderungsantraege, das Nikos Romanos zumindest nach ein paar Monaten des Fernstudiums in Freiheit (mit elektronischem Armband) sein Studium machen kann. Gestern kam es daher zur spontanen Versammlung mehrerer hunderter Personen am Syntagma Platz. Die letzten News gestern nach ein paar Stunden Parlamentsdebatte waren noch, dass die Aenderungsantraege keine Mehrheit im Parlament bekamen und jegliche Loesung fuer Nikos Romanos abgelehnt wurde. Der sichtlich durch seinen Einsatz fuer seinen Sohn erschoepfte Vater von Nikos war ebenfalls anwesend und rief zum weiterkaempfen auf. Nikos Romanos hat mit seinem Kampf gezeigt, dass es moeglich ist zu siegen. Die Weltweite Solidaritaet und vor allem die ausserparlamentarische Opposition hier von AnarchistInnen, unabhaengigen KommunistInnen, Autonomen und Nachbarschaftsversammlungen haben gemeinsam mit Nikos Romanos den Druck auf die grischische Regierung machen koennen, den sie in dieser Situation der weiteren Troika-Massnahmen und den anstehenden Praesidentschaftswahlen nicht aushalten konnten. Jetzt schon ist klar: hier geht der Kampf weiter, bis die Regierung stuerzt. Die Boersenkurse hier sind so tief gefallen wie schon lange nicht mehr. Bei der anstehenden Praesidentschaftswahl ist noch unklar, wie eine Mehrheit im Parlament zustande kommen soll, und so koennte es sogar bald dazu kommen, dass die linksparlamentarische Opposition um Syriza an die Macht kommt - was von einigen Kapitalisten gefuerchtet wird. Der Kampf von Nikos Romanos und die Solidaritaet waren nicht nur ein Kampf fuer das Recht auf Bildung der politischen Gefangenen, fuer das Leben und die Wuerde von Nikos, sondern natuerlich teil des Kampfes aller, die gegen Unterdrueckung und Ausbeutung kaempfen und ein moeglicher Funke zum Umsturz einer in der Bevoelkerung nicht repraesentativen Regierungs-Bande... Das haben die Herrschenden hier auch gespuert. Solidaritätsaktionen im Knast, Liste der Hungerstreikenden

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