Mittwoch, 17. Dezember 2014

FRIEDENSBEWEGUNG PROTESTIERT ERSTMALIG VOR DEM BUNDESPRÄSIDIALAMT

---------------------------------------------------------------------------- "Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation" Demonstration: Samstag, 13. Dezember 2014, 13 Uhr, Washingtonplatz (Hauptbahnhof) Abschlusskundgebung ca. 14.30 Uhr vor dem Schloss Bellevue Redner: Siegfried Menthel, Pfarrer Eugen Drewermann, Theologe Reiner Kröhnert, Kabarettist Musik: Morgaine Kilez More Die Friedensbewegung demonstriert im Rahmen des "Friedenswinters 2014/2015" am 13. Dezember 2014 erstmalig vor dem Bundespräsidialamt in Berlin. Der Redner Pfarrer Siegfried Menthel hat im Sommer mit weiteren ostdeutschen Pfarrern den Bundespräsidenten für seine Haltung zum Militär in einem offenen Brief kritisiert. Die Demonstrierenden sind besorgt und empört über die wiederholten und sich verstärkenden Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck, deutsche Verantwortung heiße mehr Truppen, Ausbau der Rüstungsproduktion, weltweiter Waffenexport und Politik der Konfrontation gegen Russland. Die Friedensbewegung versteht unter "verantwortungsvollem Handeln" Lehren aus den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts zu ziehen, an die vielen Millionen Toten und das fast völlig zerstörte Europa zu erinnern und alles dafür zu tun, dass von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgeht. In der Ablehnung von Kriegen wissen wir uns mit zwei Dritteln der deutschen Bevölkerung einig. Wir fordern das Ende aller Interventionskriege, die Auflösung der NATO, Abrüstung und friedliche Konfliktlösungen. Stimmen zu der Demonstration, Beteiligung und Unterstützung: Susanne Grabenhorst, Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion ???100 Jahre nach dem Beginn eines schrecklichen Weltkrieges erleben wir besorgniserregende außenpolitische Entwicklungen, die einen Krieg in Europa mit Beteiligung von Atommächten wieder denkbar machen. Die Angst vor einem Krieg und der Wunsch nach zivilen Lösungen bewegt Menschen quer durch alle Schichten und Strömungen, wie Umfragen in der Bevölkerung zeigen oder zuletzt der Aufruf "Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!" von führenden Persönlichkeiten, die bei weitem nicht alle PazifistInnen oder AntimilitaristInnen sind. Wir alle wissen, dass ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen auf dieser Welt und eine gerechte Verteilung von Gütern zwischen Armen und Reichen nicht leicht zu haben sind. Doch sie sind notwendige Voraussetzungen, wenn wir die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde sichern wollen. Ich erwarte vom "Friedenwinter", dass unser vielfältiges Engagement für Frieden sichtbar wird.??? Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Bundesvorsitzende: ???Den Forderungen des Friedenswinters wie ???Kooperation statt Konfrontation! Wir treten ein für eine Politik der Gemeinsamen Sicherheit, die auch Russland mit einbeziehen muss??? oder ??? Keine militärischen Interventionen! Stattdessen humanitäre Hilfe und offene Grenzen für die Flüchtlinge??? müssen wir mehr Nachdruck verleihen. Dafür gehen wir auf die Straße. Am Samstag, 13. Dezember werde ich demonstrieren! Geht mit!??? BundessprecherInnenrat der Sozialistischen Linken Der BundessprecherInnenrat der Sozialistischen Linken (SL) unterstützt den Friedenswinter 2014/2015 und ruft zur Teilnahme an den Aktionen auf. Das bedeutet nicht, sich mit allem gemein zu machen, was andere Aufrufende oder Beteiligte an den Aktionen in anderen Zusammenhängen äußern. Grundlage der Unterstützung sind die Aufrufe aus der Friedensbewegung, die politisch richtig und eindeutig formuliert sind. (http://www.sozialistische-linke.de/politik/debatte/1045-friedenswinter-bsr) Erklärung der Ost-Bürgerbewegung zur Teilnahme an der Demonstration Am Wochenende findet in Berlin ein Kongress zu Kultur, Protest und Revolution statt, zu dem zahlreiche Gäste aus der Ukraine und anderen Ländern Osteuropas erwartet werden, darunter bekannte Journalisten, Historiker, Künstler und Schriftsteller. TeilnehmerInnen des Kongresses werden sich an der Demonstration beteiligen und mit eigenen Plakaten, Fahnen und Losungen ihren Friedenswillen ausdrücken. Auszug aus der Rede von Sahra Wagenknecht auf der Veranstaltung ???1914-2014 ??? Damals wie heute: Nein zum Krieg??? am 2.12.2014 in Berlin ???[???] Wir haben ein Deutschland, das Waffen in alle Welt liefert, wir haben ein Deutschland, das sich daran beteiligt das die Nato eine aggressive Strategie gegenüber Russland fährt, einen neuen Kalten Krieg begonnen hat. Morgen werden die Außenminister der NATO zusammensitzen, da geht es darum eine sogenannte Speerspitze einzusetzen, d.h. eine schnelle Eingreiftruppe. Und diese Verrückten phantasieren darüber, wie diese Eingreiftruppe dann irgendwann in Osteuropa zum Einsatz kommt. Mein Gott, 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs die immer noch nicht begriffen dass man in Europa keine Kriege mehr führen kann. Und es ist so verdammt ruhig auf der Straße. Wir brauchen Widerstand gegen diese Politik. Am 13.12. wird es eine Demonstration geben und ich finde es wichtig dass es eine große Demonstration wird. [???]??? Pressekontakt: Jens-Peter Steffen (IPPNW) [...]

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