„... „Time to act“ ist das Motto für die 25. UN-Klimakonferenz (COP),
die am Montag in Madrid beginnt. Da ist vieles ungewiss, aber eines
sicher: Gehandelt im Sinne des Klimaschutzes wird kaum. Das war auch
schon so beim „Aktionsgipfel“, den die UNO im September in New York
ausrichtete. Da passierte alles. Nur keine Aktion. Dafür sind
Klimagipfel auch nicht da. Auf ihnen werden mit großem Aufwand
Interessen ausgelotet, Deals angeboten, Ziele formuliert, Regeln
beschlossen. Das ist noch kein Klimaschutz, sondern im besten Fall
eine Vorbedingung. Aber die Konferenzen schaden inzwischen mehr, als
sie nutzen: Sie verbreiten schlechte Stimmung und hinterlassen den
Eindruck, Klimaschutz sei wahnsinnig kompliziert und anstrengend. Seit
25 Jahren wird zu dem Thema getagt, seit 25 Jahren steigen die
CO2-Emissionen. Und das Schlimmste: Die Konferenzen erwecken den
Eindruck, wir seien auf dem richtigen Weg. Schaut man in die Berichte
der UNO oder der Wissenschaft zu dem Thema, zeigt sich das Gegenteil.
(...) Deshalb sollten die Umweltgruppen, Experten aus den Thinktanks,
die Medien, die Universitäten, die Vertreterinnen von Städten und
Gemeinden, alle, die den COPs den Anschein von Relevanz verleihen,
diese Treffen boykottieren – bis die weltweiten Emis¬sio¬nen sinken.
Sie sollten sich stattdessen regelmäßig treffen, um mit Lust und
Gewinn an verbindlichen Problemlösungen zu arbeiten...“ – aus dem
Kommentar „Handeln statt verhandeln“ von Bernhard Pötter am 01.
Dezember 2019 in der taz online, worin auch eindeutig formuliert ist
„Die Gipfel sind inzwischen Teil des Problems, nicht der Lösung“,
woran eigentlich nur das Wort „inzwischen“ überflüssig ist. Siehe dazu
zwei weitere Beiträge zur Bewertung dieses Treffens samt Aktionsaufruf
und zwei linksgewerkschaftliche Beiträge gegen den Vorsitz der
Regierung Chiles bei diesem Treffen – sowie zu einer jeweils
abschließenden Großdemonstration in Spanien und Chile
http://www.labournet.de/?p=158161
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