Mittwoch, 4. Dezember 2019

[COP25] Eine Klimakonferenz ist aus Chile nach Spanien geflüchtet: Auch, weil sie ein Teil des Problems ist und nicht etwa der Lösung

„... „Time to act“ ist das Motto für die 25. UN-Klimakonferenz (COP), 
die am Montag in Madrid beginnt. Da ist vieles ungewiss, aber eines 
sicher: Gehandelt im Sinne des Klimaschutzes wird kaum. Das war auch 
schon so beim „Aktionsgipfel“, den die UNO im September in New York 
ausrichtete. Da passierte alles. Nur keine Aktion. Dafür sind 
Klimagipfel auch nicht da. Auf ihnen werden mit großem Aufwand 
Interessen ausgelotet, Deals angeboten, Ziele formuliert, Regeln 
beschlossen. Das ist noch kein Klimaschutz, sondern im besten Fall 
eine Vorbedingung. Aber die Konferenzen schaden inzwischen mehr, als 
sie nutzen: Sie verbreiten schlechte Stimmung und hinterlassen den 
Eindruck, Klimaschutz sei wahnsinnig kompliziert und anstrengend. Seit 
25 Jahren wird zu dem Thema getagt, seit 25 Jahren steigen die 
CO2-Emissionen. Und das Schlimmste: Die Konferenzen erwecken den 
Eindruck, wir seien auf dem richtigen Weg. Schaut man in die Berichte 
der UNO oder der Wissenschaft zu dem Thema, zeigt sich das Gegenteil. 
(...) Deshalb sollten die Umweltgruppen, Experten aus den Thinktanks, 
die Medien, die Universitäten, die Vertreterinnen von Städten und 
Gemeinden, alle, die den COPs den Anschein von Relevanz verleihen, 
diese Treffen boykottieren – bis die weltweiten Emis¬sio¬nen sinken. 
Sie sollten sich stattdessen regelmäßig treffen, um mit Lust und 
Gewinn an verbindlichen Problemlösungen zu arbeiten...“ – aus dem 
Kommentar „Handeln statt verhandeln“ von Bernhard Pötter am 01. 
Dezember 2019 in der taz online, worin auch eindeutig formuliert ist 
„Die Gipfel sind inzwischen Teil des Problems, nicht der Lösung“, 
woran eigentlich nur das Wort „inzwischen“ überflüssig ist. Siehe dazu 
zwei weitere Beiträge zur Bewertung dieses Treffens samt Aktionsaufruf 
und zwei linksgewerkschaftliche Beiträge gegen den Vorsitz der 
Regierung Chiles bei diesem Treffen – sowie zu einer jeweils 
abschließenden Großdemonstration in Spanien und Chile
http://www.labournet.de/?p=158161

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