Freitag, 5. Juni 2015

Kirchenkreise ziehen nach Brühl

In Vochem wird ein Verwaltungsstandort der Evangelischen Kirche Köln entstehen. Zu diesem Zweck entstehen am Andreaskirchplatz neue Gebäude, die nicht nur Platz für die Angestellten der Kirche bieten. Von Britta Havlicek Brühl-Vochem. Die Entscheidung ist gefallen. Die Verwaltungen der beiden Kirchenkreise Köln-Süd und Köln-Mitte werden in Brühl zusammengelegt. Ursprünglich war auch ein Bau in Hürth-Efferen als künftiges Domizil im Gespräch gewesen. Jetzt aber steht fest: Die beiden Superintendenten Dr. Bernhard Seiger (Süd) und Rolf Domning (Mitte) werden künftig ihre Büros in dem Neubau am Andreaskirchplatz in Vochem haben. Ebenso ihre sechs Mitarbeiter. Außerdem werden 20 bis 25 Mitarbeiter aus der Gemeindeverwaltung Köln-Erft, die bislang in Köln-Lindenthal beheimatet ist, und der Gemeindeverwaltung Köln-West aus Frechen nach Brühl-Vochem kommen. Drei Verwaltungsstandorte Insgesamt soll die Verwaltung der evangelischen Kirche Köln auf drei Standorte verteilt werden. Das künftige evangelische Verwaltungsamt Köln-Süd/Mitte in Brühl-Vochem wird mit dem Standort in Ehrenfeld und einem noch nicht näher bestimmten Bau im rechtsrheinischen Köln eine der drei Verwaltungssäulen werden. „Bislang war die Verwaltung ein bunter Flickenteppich, den keiner so richtig versteht“, sagte Seiger. „Das wird jetzt sortiert.“ Die Zusammenlegung der vier Verwaltungseinheiten in Vochem wird voraussichtlich Ende 2016 vonstattengehen. Bis dahin soll der gesamte Neubaukomplex auf dem Andreaskirchplatz fertig sein. Neuer Wohnraum am Kirchplatz Seit Ende 2014 wird dort kräftig gebaggert und gearbeitet. Die Antoniter Siedlungsgesellschaft im evangelischen Kirchenverband Köln und Region hatte der Kirchengemeinde das Grundstück abgekauft und baut dort drei moderne Gebäuderiegel. Zurzeit werden die Häuser Nummer 2 und 3 hochgezogen, in denen insgesamt 30 Wohnungen eingerichtet werden. Im Gebäude 2, dem mittleren Komplex auf dem Platz, werden 15 Zwei- und Dreizimmerwohnungen gebaut. Außerdem zieht dort eine Wohngemeinschaft für vier Menschen mit Behinderung ein, deren Bewohner von Mitarbeitern der Diakonie Michaelshoven unterstützt werden. In den Gebäudekomplex werden außerdem zwei Arztpraxen und ein Café unterkommen. „Besonders soziales Projekt“ Das äußere Haus mit der Nummer 3 wird zwölf Wohnungen haben, die öffentlich gefördert sind. „Es sind vier Zwei- und acht Ein-Zimmer-Wohnungen“, erklärte Guido Stephan, Geschäftsführer der Antoniter Siedlungsgesellschaft. Hinzu kommt eine Demenz-WG, die im kompletten Erdgeschoss auf 367 Quadratmeter untergebracht wird. Bis Mai 2016 sollen die beiden Wohngebäude bezogen werden. Stephan spricht von einem „besonders sozialen Projekt mit Möglichkeiten auch für Senioren, Menschen mit Behinderungen und finanzschwache Menschen“. In dem Neubau an der Andreaskirche wird das evangelische Verwaltungsamt Köln-Süd/Mitte auf rund 800 Quadratmetern eingerichtet. Die Arbeiten für dieses Gebäude sollen in Kürze beginnen. Die Stadt Brühl gestaltet im Rahmen des Förderprojektes „Soziale Stadt Vochem“ den öffentlichen Platz zwischen dem Verwaltungskomplex und dem mittleren Gebäude. In den Bau der Wohnhäuser investiert die Antoniter Siedlungsgesellschaft 6,5 Millionen Euro. Das Verwaltungsgebäude wird etwa 1,7 Millionen Euro kosten.

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