Mittwoch, 10. Juni 2015
[Hoppetosse] Vorträge, Trainings ... in NRW: Mehrere Termine stehen zur Auswahl
Möglichkeit für Veranstaltungen (Ton-Bilder-Schauen, Workshop,
Training) in NRW
Hallo,
Ich bin ja in den nächsten Monaten häufiger in Köln und könnte das
mit weiteren Terminen in NRW verbieten (also jeweils Tag davor oder
danach). Wer hat Lust, da was zu machen?
Ich hänge mal zum Planen die Kölner Termine an - und meine
aktuellen Themen (mehr auf www.vortragsangebote.de.vu). Und
natürlich ist das auch eine Einladung nach Köln ;-)
Gruß, Jörg
Die Termine in Köln:
Sa, 13. Juni, um 19.30 Uhr: Herrschaft – ein Blick in die Finsternis
sozialer Beziehungen
In welchen Formen tritt Herrschaft auf, wie wirkt sie und was folgt
daraus? Der Autor des im Frühjahr 2012 erschienenen Buches “Freie
Menschen in freien Vereinbarungen” stellt nach einer Definition von
Herrschaft die Frage nach den Formen, in denen Herrschaft auftritt.
Das ist mehr als all das, was täglich schnell als Machtübung
sichtbar wird: Paragraphen, Gitter, Zäune, Knüppel, Waffen,
Schilder. Sondern es sind auch die Werte und Wahrheiten, Privilegien
und Bevormundungen, die sich ins Denken und in zwischenmenschliche
Beziehungen einschleichen. Ein Abend der Enthüllung all dessen, was
uns prägt und steuert – unabdingbare Voraussetzung, die Beherrschung
zu verlieren.
Sa, 25.7., um 19.30 Uhr (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32): Wie geht
Herrschaftsfreiheit?
Einblicke in eine zukünftige Welt ohne Herrschaft: Lässt sie sich
vorhersagen? Wie könnte sie aussehen? Was wirkt in ihr und was
zeichnet sie aus? In mehreren Thesen sollen die Bausteine einer
herrschaftsfreien Welt deutlich werden - nicht in Form konkreter
Entwürfe, sondern als Aspekte, wie eine herrschaftsfreie Welt
organisiert sein müsste. Der Vortrag soll eine Mischung aus kurzen
Lesungen, verbindenden Worten und der Möglichkeit zu Nachfragen und
Diskussion werden.
Sa, 15.8., um 19.30 Uhr (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32): Der Weg
zur Revolution
Jetzt wird es praktischer: Was hilft beim Abbau von Herrschaft? Was
schafft Freiräume für Experimente ohne Hierarchien?
Sa/So, 19.+20.9. jeweils ab 11 Uhr in Köln (Kolbhalle,
Helmholtzstraße): Theoriewochenende zur Herrschaftsfreiheit
Sa, 17.10., um 19.30 Uhr (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32):
"Anarchie als Alltag"
Selbstorganisierung und direkte Intervention in alltägliche
Situationen, die Eigentumsfrage
Sa, 21.11., um 19.30 Uhr (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32):
"Organisierung, Entscheidungsfindung, Kooperation – ein Update für
den Anarchismus"
Kritik veralteter und betriebsblinder Strategien im
deutschsprachigen Anarchismus. Plädoyer für eine mutige Form
politischer Organisierung und Praxis. Im Blickpunkt sollen
alternative Organisierungsmodelle von Reproduktion, politischem
Engagement und sowie politische Beteiligungsformen stehen.
Sa, 5.12., um 19.30 Uhr (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32): "Kreative
Aktionsformen und emanzipatorischer Widerstand"
Infoseite: https://membranfestival.wordpress.com/vorschau-2/
Mögliche Themen:
Ton-Bilder-Schau "Die Mischung macht's - erfolgreiche Strategien des
Widerstandes am Beispiel der Agrogentechnik"
Seit 2004 starteten Gentechnikkonzerne und Lobbygruppen eine neue
Kampagne zur Durchsetzung ihrer Profitinteressen und zur Anlage von
Feldern mit manipulierten Pflanzen. Ab 2005 entwickelte sich - wie
schon Mitte der 90er Jahre - eine spannende Mischung des
Widerstandes: Feldbefreiungen, Feldbesetzungen, Aktionen vor
Konzernzentralen und -versammlungen, Recherchen hinter den Kulissen,
brisante Veröffentlichungen und viele informative Veranstaltungen.
Mit Erfolg: 2012 gab es kam noch Felder und die großen Konzerne
kündigten ihren Abgang aus Deutschland an – und der Sommer 2013 wird
wahrscheinlich ganz ohne gv-Pflanzen ablaufen. Da lohnt sich der
Rückblick: Was macht solche Widerstandsstrategien aus? Und was lässt
sich daraus für andere Kampagnen und Aktionen lernen - z.B. für den
Widerstand gegen Atom oder Kohle, Tierfabriken oder Schlachthöfe,
Nazis oder Sozialabbau, Militär oder Repression. Fotos, kurze Filme
und ausgewählte Anekdoten machen die Ton-Bilder-Schau zu einer
rasanten Erinnerung an vergangene Protestjahre. Dann folgen Thesen
für eine entschlossenere Protestkultur auch zu anderen Themen. Am
Ende besteht die Gelegenheit zur Debatte, Entwicklung eigener Ideen
und für konkrete Verabredungen …
Form der Veranstaltung: Ton-Bilder-Schau (Power-Point, Audio, Filme)
oder Workshop (ohne Beamer/Leinwand)
Es kann dann ergänzend mehr folgen - z.B. ein Tagesseminar oder
Workshop am Folgetag (auch als Frühstück zum Weiterdiskutieren o.ä.)!
Notwendige Technik: Beamer, Leinwand, Lautsprecher (zum Anschluss an
Laptop mit kleiner Klinke, also z.B. Computer-/Aktivboxen)
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Macht macht Umwelt kaputt - über den Zusammenhang von Herrschaft und
Umweltzerstörung
Herrschaft bedeutet die Möglichkeit, Abläufe und Verhältnisse so
regeln zu können, dass andere die negativen Folgen erleiden müssen.
Umweltzerstörung basiert regelmäßig auf diesem Prinzip: Industrie
und ihre Staaten graben in armen Regionen nach Energiequellen und
Rohstoffen, transportieren schiffeweise Nahrungsmittel oder Holz zu
sich und kippen den Müll wieder in die Peripherien zurück. Städte
nutzen das Umland für Bauflächen, Straßentrassen und Müllhalden. Die
Natur zählt nichts, weil die Menschen in ihr still sind oder still
gehalten werden. Wer Umwelt dauerhaft schützen will, muss daher die
Machtfrage stellen. Doch was geschieht tatsächlich? Selbst
Umweltverbände setzen auf Staat, Umweltpolizei, Gesetze und Firmen,
um die Welt grün zu halten. Diese Schüsse gehen nach hinten los -
schon seit Jahrzehnten. Nötig ist eine Umweltschutzstrategie, die
die Menschen ermächtigt, ihr Leben wieder selbst zu organisieren –
ohne Hierarchien und Privilegien. Nur ein Umweltschutz von unten ist
grundlegend und dauerhaft wirksam.
Referent: Jörg Bergstedt, Autor von "Reich oder rechts?" und
"Monsanto auf Deutsch"
Infoseite: www.umwelt-und-emanzipation.de.vu
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Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in
politischen Bewegungen
Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, der
Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei
Bankersfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch
gar nicht, weil Deutschland ohnehin von den USA besetzt ist. Oder
gar nicht existiert ... So oder ähnlich klingen viele
Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie
gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe
Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus.
Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen
anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung
- zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von AnhängerInnen und
WählerInnen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von
Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Vor allem aber können sie gefährlich
sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten
zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für
das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur
ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt. Im Vortrag (bzw.
Workshop) werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt
und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten
möglich sind. Abschluss ist eine 8-Punkte-Liste für skeptisches Denken.
Keine Technik nötig.
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Außerdem noch (aber das ist ohne meine Anwesenheit möglich):
Film "Aufstieg und Fall der Agro-Gentechnik"
102 (oder in der Langfassung 123) spannende Minuten über die
Hintergründe der aufstrebenden, profitträchtigen Technik und den
Widerstand dagegen. In Hunderten von Zitaten, Interviews, Bildern
und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien,
Landesregierung, Universität Rostock, große Welt- und dubiose
Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der
Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen
Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des
Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist_innen,
Umweltschützer_innen und Anwohner_innen gegen die scheinbare
Übermacht verbündeten. Spektakuläre Bilder von Feldbesetzungen,
O-Töne von Ohrenzeug_innen der nächtlichen Feldbefreiungen und
Dokumente aus dem Inneren der Gentechnik-Seilschaften machen den
Film zu einem bemerkenswerten Rückblick auf fast zehn Jahre Aufstieg
und Fall der Agro-Gentechnik. Am Ende siegte, zumindest in
Deutschland und vorläufig, der Widerstand - ein nicht alltägliches
Ergebnis. Wie das kam, zeigt der Film - am Beispiel von
Mecklenburg-Vorpommern.
Info: www.projektwerkstatt.de/filme
Technik: Leinwand, Beamer, Lautsprecher, Abspielgerät Kein_e
Referent_in nötig, kann aber vermittelt werden (z.B. Personen, die
im Film vorkommen)
Was ich ja auch immer sehr wichtig finde, sind Trainings in
kreativen Protestmethoden usw. - damit wir mehr Schwung in die
politische Gegenwehr bringen. Schaut wegen Beschreibungen und mehr
Themen unter www.vortragsangebote.de.vu nach!
--
(Bitte lange Zitate beim Antworten abschneiden - spart Daten und
Unübersichtlichkeit :-)
Jörg Bergstedt, 06401/90328-3, Fax 03212-1434654, Mobil
01522-8728353 (nur erreichbar unterwegs)
c/o Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
PGP unter www.projektwerkstatt.de/feedback.html
www.projektwerkstatt.de - und von dort in über 15000 Themenseiten!
Projektwerkstätten leben davon, dass woanders Sachen übrig sind:
Eine Liste, was gebraucht wird, ist unter
www.projektwerkstatt.de/gesucht zu finden, z.B. kleines
Audio-Aufnahmegerät, Pippi-Kostüme/-Perücken, Obstpresse,
Full-HD-Kamera mit Eingang für externes Mikrofon, altes Handy mit
guter Kamera und viele Verbrauchsmaterialien.
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Mailingliste von Hoppetosse - Netzwerk für kreativen Widerstand. Alle Infos und Formular für Aus-/Eintragen sowie Archiv: www.projektwerkstatt.de/hoppetosse.
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