Mittwoch, 17. Juni 2015

Bundestag wurde gehackt

Vorratsdatenspeicherung Von Günter Ackermann Nein, ich meine nicht das, was die Innenminister des Bundes und die SPD anstreben: Die massenhafte Bespitzelung aller. Sämtliche e-Mails, Internetzugriffe. SMS usw. sollen eine gewisse Zeit gespeichert werden. Natürlich nicht die Inhalte, nur Empfänger und Absender. So versichert uns treudoof der Adlige hugenottischer Abstammung und Bundesinnenminister Karl Ernst Thomas de Maizière. Ich denke aber, mancher Cyberspitzel wird doch so manchen Blick in private Korrespondenzen werfen. Man müsse das machen, sagen die Adepten mit den Cyberschlapphüten, wegen der bösen Terroristen. Sie verweisen auf die Blondierungsbomber aus dem Sauerland, die mit dem Blondierungsmittel Wasserstoffperoxid angeblich Bomben basteln wollten.[1] Dank dem beherzten Eingreifen des BKA gelang das natürlich nicht. Um auch zukünftig das verhindern zu können, muss der Verfassungsschutz, das BKA, der MAD und BND wissen, welchen Kühlschrank wir per Internet beim Otto-Versand kaufen, welche Flirts wir per e-Mail oder Chat machen und ob wir uns Porno-Seiten im Internet ansehen. Das alles bringt sie dann auf die Spur von Terroristen. Aha! Jetzt nahmen aber fremde Geheindienste das Wort Vorratsdatenspeicherung wörtlich. Sie hackten sich in den großen und für fremde Geheimdienste spannenden Datenpool Bundestag ein. Hier kann man erfahren, welcher Politiker gegen welchen Intrigen spinnt, welche Anweisungen die MdB-Lobbyisten von ihren Geldgebern bekommen um deren Interessen politisch durchsetzen zu können und natürlich auch die intimsten politischen Infos der Bundesregierung und der Parteien. Ein Vorratsdatenspeicher so ganz nach deren Gesschmack – ein El Dorado für die Partner und Freunde der Herrschenden in unserem Land. Diese Datenvorräte wurden abgezapft. Ich erinnere mich eines Berichts des Sterns in den 70er oder 89er Jahren aus Bonn. Der hatte mit einem speziellen Radioempfänger in Bonn auch schöne geheime Sachen erfahren, auch von denen ausländischer Geheimdienste. So neu ist das also nicht, nur das Internet eröffnet neue Möglichkeiten und die wurden genutzt. Wer sind die bösen Buben? Schon macht die Runde, das seien die Russen. Aber Experten bezweifeln das. Die Russen seien zu gut und wären nicht erwischt worden. Das hier sei eher dilettantisch gewesen, da stecke ein zweitklassischer Geheimdienst dahinter. Warum fragt die Bundestagsverwaltung nicht mal bei der NSA nach? Imperialisten sind Gangster. Zwar rauben sie oft gemeinsam andere aus, trauen sich aber nicht über den Weg und oft genug berauben sich morgen die Partner von heute. So üben die USA Druck aus auf die europäischen Staaten, Russland mit einem Handelsboykott für die Unbootmäßigkeit den USA gegenüber zu bestrafen, weiten aber selbst den Handel mit Russland auf Kosten der Europäer aus. Das ist die „transatlantische Partnerschaft“. G.A. [1] Siehe auch: Terrorismus: Produzieren die Bombenleger in Deutschland nur Blindgänger? – Zum Missfallen der Regierenden? Von Gerd Höhne

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