Dienstag, 7. Juli 2020

Indien: Zur Lage von Varavara Rao

06.07.20

varavara-raosDer Dichter und Gründer der Revolutionären Schriftstellervereinigung, der 79-jährige Varavara Rao, wurde (nach Angaben von Gefängnisbeamten, die seine Frau Hemalata anriefen) wegen angeblich kritischem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus verlegt.
Varavara Rao ist im Taloja-Gefängnis in Mumbai inhaftiert. Am 30. Mai war er bewusstlos geworden und wurde im JJ-Krankenhaus in Mumbai behandelt. Doch anstatt ihn freizulassen, wird er als einer der Hauptangeklagten im Fall Bhima Koregaon weiterhin in Haft gehalten. Varavara Rao wurde im November 2018 unter dem Vorwurf der Verschwörung zum Attentat auf Premierminister Narendra Modi verhaftet.
Inzwischen haben über 130 renommierte Intellektuelle aus der ganzen Welt beim indischen Präsidenten und dem Obersten Richter Indiens die Freilassung von Saibaba und Varavara Rao gefordert. Unter ihnen: Noam Chomsky, Judith Butler, Partha Chatterjee, Homi K. Bhabha, Bruno Latour, Gerald Horne und Ngũgĩ wa Thiong'o.
Die vollständige Erklärung kann HIER gelesen werden.
Indien - ein Gefängnis für die Völker - greift genozidal jeden an, der aufsässig zu sein scheint. Zehntausende sind in völlig miserablen Verhältnissen inhaftiert, teilweise ohne Prozess oder sogar ohne ein Verfahren. Reaktionäre Streitkräfte und paramilitärische Truppen schlachten vor allem Eingeborene ab.
Trotz des Krieges gegen das Volk und der "enormen Siege", die vom alten Indianerstaat verkündet wurden, fand dennoch vom 18. bis 20. Juni in der Bastar-Region von Chhattisgarh eine Massenversammlung statt, an der ZEHNTAUSEND Massen teilnahmen, nach Angaben der reaktionären Presse, die fast einen ganzen Roman über dieses erstaunliche Ereignis geschrieben haben.

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