“Im
deutschen Pflegesektor ist in den vergangenen Jahren ein neuer
Akteurstyp aktiv geworden. Private-Equity-Gesellschaften (PEG)
investieren temporär, branchen- und länderübergreifend und unterscheiden
sich damit von vielen anderen privaten Trägern. Das wachsende
Engagement von PEG ist u.a. auf das Nachfragewachstum, auf berechenbare
Marktrisiken bei gesicherten Renditechancen sowie auf marktliche
Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse zurückzuführen. Die PEG
wenden vorranging die sogenannte Buy-and-Build-Strategie an, d.h. sie
erwerben mehrere kleinere Unternehmen und fügen diese zu einer größeren
Unternehmenseinheit zusammen. Damit zielen sie vor allem auf
Skalenvorteile durch ihre wachsende Unternehmensgröße. Die im
Pflegesektor aktiven PEG unterscheiden sich hinsichtlich ihres
Leistungsprofils, der angebotenen Versorgungsformen, ihrer Gründungs-
und Entstehungskontexte sowie ihrer Eigentümerstrukturen. Die
Leistungen in der Versorgung sind somit differenziert zu betrachten.
Notwendig ist mehr Transparenz über die tatsächlichen
Eigentümerstrukturen im Pflegesektor. Anlagestrategien, mögliche
Hebeleffekte sowie die Vergütungs- und Unternehmenspolitik sind hier
wichtige Ansatzpunkte. Dies wäre durch verbindliche versorgungs- und
arbeitspolitische Standards zu flankieren…” Studie von Michaela Evans und Christoph Scheuplein als Forschung Aktuell 08/2019 Montag, 5. August 2019
Private-Equity-Investitionen im Pflegesektor: Relevanz, Dimensionen und Handlungserfordernisse
“Im
deutschen Pflegesektor ist in den vergangenen Jahren ein neuer
Akteurstyp aktiv geworden. Private-Equity-Gesellschaften (PEG)
investieren temporär, branchen- und länderübergreifend und unterscheiden
sich damit von vielen anderen privaten Trägern. Das wachsende
Engagement von PEG ist u.a. auf das Nachfragewachstum, auf berechenbare
Marktrisiken bei gesicherten Renditechancen sowie auf marktliche
Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse zurückzuführen. Die PEG
wenden vorranging die sogenannte Buy-and-Build-Strategie an, d.h. sie
erwerben mehrere kleinere Unternehmen und fügen diese zu einer größeren
Unternehmenseinheit zusammen. Damit zielen sie vor allem auf
Skalenvorteile durch ihre wachsende Unternehmensgröße. Die im
Pflegesektor aktiven PEG unterscheiden sich hinsichtlich ihres
Leistungsprofils, der angebotenen Versorgungsformen, ihrer Gründungs-
und Entstehungskontexte sowie ihrer Eigentümerstrukturen. Die
Leistungen in der Versorgung sind somit differenziert zu betrachten.
Notwendig ist mehr Transparenz über die tatsächlichen
Eigentümerstrukturen im Pflegesektor. Anlagestrategien, mögliche
Hebeleffekte sowie die Vergütungs- und Unternehmenspolitik sind hier
wichtige Ansatzpunkte. Dies wäre durch verbindliche versorgungs- und
arbeitspolitische Standards zu flankieren…” Studie von Michaela Evans und Christoph Scheuplein als Forschung Aktuell 08/2019
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen