Grenzschutzagentur Frontex: Exzessive Gewalt, Schläge, Misshandlungen

“
Laut
report München verschließt die EU-Grenzschutzagentur Frontex die Augen
vor Menschenrechtsverletzungen durch nationale Grenzbeamte. Darüber
hinaus verstoße sie selber immer wieder gegen Menschenrechte.
Beamte setzen Schlagstöcke und Pfefferspray ein, Hunde jagen Flüchtende
durch den Wald – diese Szenen sind in internen Dokumenten der
EU-Grenzschutzagentur Frontex beschrieben, die Reporter des
ARD-Politmagazin report München, der britischen Zeitung “Guardian” und
des Recherchezentrums “Correctiv”
einsehen konnten. Die Dokumente geben einen Einblick in das, was sich
an Europas Grenzen abspielt. Es geht auch um sogenannte Push-Backs:
illegale Aktionen von nationalen Grenzbeamten, die gegen das Völkerrecht
verstoßen. Jeder Mensch hat das Recht, einen Asylantrag zu stellen –
auch wenn er illegal über die Grenze kommt. Trotzdem gibt es seit Jahren
immer wieder Berichte darüber, dass nationale Grenzbeamte an Europas
Außengrenzen Menschen aus der EU über die Grenze zurückbringen – häufig
unter Einsatz von Gewalt und Drohungen. (…) Die Vorwürfe betreffen unter
anderem Grenzpolizisten aus Bulgarien, Ungarn und Griechenland. Es geht
um etliche Menschenrechtsverletzungen – in der EU. Doch viele Berichte
enden mit der schlichten Mitteilung “case closed“ – “Fall geschlossen”.
(…) So laufe die EU-Agentur Gefahr, sich mitschuldig zu machen, sagte
Stefan Keßler. Er ist der Vorsitzender des Frontex-Konsultativforums,
das die Grenzschutzbehörde in Fragen zu den Menschenrechten berät.
“Frontex muss aufpassen, dass es nicht zum Komplizen für
Menschenrechtsverletzungen wird”, so Keßler…”
Beitrag von Anna Tillack und Niklas Nau, BR, vom 04.08.2019 bei tagesschau.de 
und
bei report München
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen