
„
Würden
die USA heute Abend ihre Unterstützung für die Saudi-Emirate-Koalition
einstellen, so eine zutreffende Binsenweisheit im Kontext der mehr als
vier Jahre andauernden Bombardierung des Jemen, wäre der Krieg morgen
früh beendet. Mitte April 2019 passierte mit moderater Mehrheit eine
Gesetzesvorlage den US-Kongress, die diese Unterstützung mit sofortiger
Wirkung beendet hätte – getriggert bezeichnenderweise nicht durch die
vorsätzliche Bombardierung von Schulbussen, Hochzeiten oder
Flüchtlingsbooten, sondern durch den Mord an einem Kolumnisten der
Washington Post, Jamal Khashoggi. Die Resolution war ein bedeutender
Schritt und hätte den Krieg im Jemen tatsächlich kurz- bis mittelfristig
beendet. Doch Donald Trump setzte zum erst zweiten Mal sein präsidiales
Veto ein und kippte das Gesetz. (…) Anders als bei Unterstützern wie
Deutschland ist der britische Support nicht gestreut auf die
verschiedenen Länder der Kriegskoalition, sondern liegt mit klarem Fokus
nahezu vollständig auf Saudi-Arabien: Insbesondere die erbarmungslose
Bombardierung der Zivilbevölkerung im Nordjemen durch die Royal Saudi
Air Force wäre ohne den britischen Konzern BAE Systems schlicht
unmöglich. Der britische Support für die Kriegsallianz ist angesichts
von Waffenlieferungen, Logistikunterstützung, Geheimdienstaustausch,
Militärberatung, Ausbildung bis hin zu Truppenentsendungen wahrlich
allumfassend und spielt alles in allem schon bald in einer Liga mit dem
Support aus den USA. Bezeichnenderweise stehen Washington und London auf
dem so wichtigen Parkett der diplomatischen und politischen
Rückendeckung eng an Riads und Abu Dhabis Seite: Zwei Tage nach Beginn
der Großoffensive auf die von den Houthi-Rebellen gehaltene Hafenstadt
Hodeida – der buchstäblichen Lebensader des Jemen, durch die 80 Prozent
der Lebensmittel ins Land kommen – im Juni 2018 scheiterte eine von
Schweden eingebrachte Resolution im UN-Sicherheitsrat, die zum
sofortigen Waffenstillstand in Hodeida aufrief, am Veto aus den USA und
Großbritannien…“ – aus dem
Beitrag „Unterstützung heißt Komplizenschaft“ von Jakob Reimann am 31. Juli 2019 bei der Freiheitsliebe 
,
in dem – neben den Nichtaktivitäten der UNO – auch die konkreten
Unterschiede und Ausdifferenzierungen der diversen Freunde der
Terrorregimes im Krieg gegen die jemenitische Bevölkerung Gegenstand der
Berichterstattung sind. Siehe dazu auch eine Meldung über neue
Kindermorde der Saudis im Jemen, sowie zwei über die unnütze
Verurteilung des saudischen Kriegsregimes durch die UNO:
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