“Transformation” bei Bosch?

“
Der
Bosch-Konzern verklärt den Umbau zu einem Internet- und
Autozuliefererkonzern als Transformation zu einem besseren Konzern. Es
soll ein fundamentaler, dauerhafter Wandel sein, und von dem schmutzigen
Geschäft mit dem Diesel und der schleichenden Arbeitsplatzvernichtung
ablenken. Denn wohin die Autokonzerne und Bosch “transformieren”, ist in
Wirklichkeit der Ausbau des Autoverkehrs mit Verbrennungs- und
Elektromotoren. Zur Arbeitsplatzvernichtung durch die Neuorganisation
der internationalen Produktion kommt dann noch die Strukturkrise der
Umstellung auf E-Mobilität dazu. Die “Transformation” von Bosch bei der
sozialen Lage ist ein Angriff auf gewerkschaftliche Rechte und die
Organisiertheit der Arbeiter weltweit. Bosch will dauerhaft
Befristungen, Leiharbeit, Ausgliederungen und spalterische
Standortverträge…”
Beitrag aus der Kollegenzeitung “Hochdruck & Zündstoff” vom 05.12.2018 bei Rote-Fahne-News 
, siehe dazu:
- Bosch Feuerbach: “Wir sollen nur abnicken!?”
“Über Arbeitsplatzvernichtung bei Bosch in Feuerbach schreibt die
Kollegenzeitung von und für Kollegen im Bosch-Konzern, Leiharbeiter und
Zuliefererfirmen “Hochdruck & Zündstoff”: Das “Zukunftsprogramm FeP”
vom 5. Februar 2007 versprach Arbeitsplätze an fünf Montagelinien der
Commonrail-Dieseleinspritzpumpe CP4 in Feuerbach bis 2025. Damals wurde
das verhasste 18-Schichten-System mit drei Schichten am Wochenende
eingehandelt. Seit Anfang 2018 wollte Bosch die fünfte Linie nach Bari
verlagern. Dagegen protestierte die Feuerbacher Belegschaft auf einer
Sonderbetriebsversammlung, bei den 24-Stunden-Streiks in der Tarifrunde
und forderte die Festeinstellung aller Befristeten. Am Aktionstag 13.
März protestierten wir erneut auf einer Sonderbetriebsversammlung,
Demonstration und Kundgebung: Dieselkrise, nicht auf unsere Kosten!
Es wurde mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung ausgehandelt,
dass die fünfte Linie verlagert wird. Ein teilweiser Ersatz von 100
vereinzelten Arbeitsplätzen wurde versprochen und nur 60 von 400
Befristeten werden fest eingestellt. Unter dem Strich werden
Arbeitsplätze vernichtet, die Spaltung mit Befristeten fortgesetzt.
Über die Ergebnisse stimmte die Belegschaft ab: etwa 90 Prozent
stimmte zu. Immerhin 10 Prozent folgten nicht mehr der Logik des
kleineren Übels. allerdings beteiligte sich nur die Hälfte der
Belegschaft, denn eine Feierstimmung kam nicht auf. Kämpferische
Kolleginnen und Kollegen forderten auf, abzulehnen, weil der Spaltung
der internationalen Belegschaft nachgegeben wird, statt gemeinsamer
Kampf um jeden Arbeitsplatz. Die Vereinbarung sieht Bosch als Freibrief
an – für weitere Neuorganisation der internationalen Produktion.
Festeinstellung aller Befristeten und Leiharbeiter erfordert den Kampf
in Feuerbach, Homburg, Bamberg, Bari, Jihlava international koordiniert
weiterzuführen…” Abruck aus Kollegenzeitung “Hochdruck & Zündstoff” am 25.07.2019 bei Rote-Fahne-News 
- Gegen koordinierte Angriffe von Bosch – gemeinsam für Arbeiterinteressen!
“Die Kollegenzeitung von und für Kollegen im Bosch-Konzern,
Leiharbeiter und Zuliefererfirmen, “Hochdruck&Zündstoff”schreibt
über Angriffe der Bosch-Führung auf die Belegschaften: Einführung
von 18-Schichtensystem (mit regelmäßiger Samstagsarbeit) bei Bosch AS
in Schwäbisch Gmünd, von flexiblen 15 bis 20 Schichten in Feuerbach,
Verlängerung der Arbeitszeit in Kontischicht um 33 Prozent in
Reutlingen, Verkauf einer ganzen Sparte wie bei Verpackungsmaschinen,
überall verkürzte Ankündigungsfristen für das Hin- und Herschieben
zwischen den Werkstätten und Schichten, Abbau von Arbeitsplätzen,
Ausdehnung der Befristungen – das sind nur einige der Angriffe auf die
Belegschaften, die Bosch an allen Standorten fährt, wie in einem
koordinierten Vorgehen …“ Beitrag vom 04.12.2018 bei Rote-Fahne-News
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