Freitag, 16. September 2016
Organisierte Naziangriffe in Bautzen
"… Die Gefahr die von rechten Mobilisierungen in Sachsen nach wie vor
ausgeht, wird durch die Sächsische Polizei auch im Jahr nach Freital
und Heidenau weiterhin konsequent ignoriert. Wozu dieses fahrlässige
Agieren seitens der Presse und der Polizei in Sachsen führt, ließ dann
auch schon am darauf folgenden Mittwoch den 14. September erleben. In
offener Pogromstimmung wurden gezielt jugendliche Geflüchtete von
organisierten, „Wir sind das Volk“-schreienden Nazi-Mobs durch die
Straßen gejagt. Ein Krankenwagen der auf dem Weg zu einem verletzen
Geflüchteten mit Schnittverletzungen war wurde dabei von einer Gruppe
Männer auf einer Brücke durch Steinwürfe gestoppt und an der
Weiterfahrt gehindert. Auf sämtlichen rechten Seiten der Region,
werden diese Angriffe als Erfolge gefeiert…" Beitrag von Klara bei den
alternativen dresden news vom 15. September 2016, der auch
Hintergründe zur Lage in Bautzen in den Wochen vor den aktuellen
Schlagzeilen enthält
https://www.addn.me/nazis/organisierte-naziangriffe-in-bautzen/
Siehe zur weiteren Entwicklung sowie zur Frage der Berichterstattung:
a) Nach Ausschreitungen in Bautzen: Augenzeugen widersprechen der Polizei
"Die Lage in Bautzen bleibt angespannt. In der Innenstadt haben sich
am Abend rund 300 Menschen versammelt, darunter viele Rechte. Die
Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Unterdessen widersprachen
Augenzeugen den Angaben der Polizei zur vergangenenen Nacht…" Bericht
von Iris Völlnagel bei der Tagesschau online vom späten Abend des
15.09.2016
http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-bautzen-tagesschau-103.html
b) Cops → Copy Paste → Content
"… Die Kombination aus Einsparungen und der permanenten Erziehung zur
Konformität haben in der deutschen Medienlandschaft eine – freundlich
ausgedrückt – allgemein eher unkritische Mentalität entstehen lassen.
Die zeigte sich in all ihrer Ekelhaftigkeit in den vergangenen zwei
Tagen in Bestform: In Bautzen, wo vor nicht allzu langer Zeit jubelnde
Anwohner Löscharbeiten an einem brennenden Flüchtlingsheim
behinderten, gingen deutsche Neonazis begleitet von jenen, die gern
welche werden wollen, auf Ausländerjagd. Die Headlines zum Thema lesen
sich dann so: „Gewalt zwischen Flüchtlingen und Rechten“ (Spiegel);
„Straßenschlacht zwischen Neonazis und Flüchtlingen“ (Bild); „Dutzende
Rechte und Flüchtlinge gehen aufeinander los“ (Die Welt); oder noch
besser: „Gewalt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen“
(Deutschlandfunk). Die gleichlautenden „Artikel“ ziert in 80 Prozent
der Fälle das selbe Bild: Etwa zehn Refugees, zwei ohne T-Shirt, am
Ort des Geschehens. Suggeriert wird hier, es habe sich um eine Art
Wald- und Wiesenmatch zweier gleichstarker Hooligan-Gruppen gehandelt.
Dass dem nicht so war, hätte den Schreiberlingen sogar aus den
Polizeimeldungen, die sie kopieren, dämmern können: 20 Geflüchtete
trafen auf 80 „Einheimische“…" Beitrag von Fatty McDirty beim Lower
Class Magazine vom 16. September 2016
http://lowerclassmag.com/2016/09/cops-copy-paste-content/
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