Montag, 12. September 2016
Caterpillar-Diktat: Werksschließung in Belgien
Massenentlassungen auch bei Axa und IBM. Und die Gewerkschaften
finden, Streiks seien nicht so wichtig…
Während Unternehmen wie die Axa-Versicherung und IBM je nur einen Teil
der Beschäftigten auf die Straße werfen sollen, haben die Chefetagen
von Caterpillar beschlossen, gleich das ganze Werk zu schließen. Das
zweitgrößte Werk der Gruppe wurde am 2. September „beerdigt“ – sogar
ohne Anwesenheit belgischer Vorstandsmitglieder. Mit der nicht nur aus
Belgien bekannten Vorgeschichte: 2013 wurden 1500 Jobs gestrichen,
plus Verzichtsmaßnahmen der Restbelegschaft – was den etwa 2.200
Beschäftigten nichts genutzt hat – so wenig wie die Bekundungen aus
dem Juni diesen Jahres, das Werk sei jetzt wieder profitabel. Und
während die belgischen Gewerkschaften (angesichts der Entlassungswelle
in Großunternehmen?) überlegen, den für 7. Oktober beschlossenen
Generalstreik zu „verschieben“ haben die französischen
GewerkschafterInnen im Werk Grenoble (wohin ein Teil der Produktion
aus Belgien verlagert werden soll) sich nicht weggeduckt und heimlich
gefreut, sondern einen eintägigen Solidaritätsstreik mit den
Beschäftigten des belgischen Werkes beschlossen. Siehe dazu unseren
aktuellen Überblick „Massenentlassungen in Belgien – ohne Gegenwehr?“
von 11. September 2016
http://www.labournet.de/?p=104291
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