Montag, 18. Januar 2016

Streik bei Penny am Gardasee – von der Polizei nicht gebrochen



„Penny, die Discountlinie der deutschen REWE-Gruppe, war auch schon in
Deutschland mehrfach wegen Überwachung von MitarbeiterInnen
aufgefallen. In Italien bieten die LagerarbeiterInnen dem Discounter
jetzt Paroli, sie organisieren sich in der Basisgewerkschaft Si.Cobas,
die schon in den letzten Jahren mit Streiks in der Logistikbranche
erfolgreich war. Nachdem der Streik vom September und Oktober 2015
nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt hat, nahmen die
ArbeiterInnen den Arbeitskampf am 5. Januar wieder auf. Sie blockieren
die Tore des Lagers, um den Warentransport zu verhindern und Penny so
lahmzulegen. Die Gegenwehr war hart: Ausschluss aus dem Lager,
Polizeigewalt, die Kündigung von 44 ArbeiterInnen per SMS. Am 14.
Januar erzielten die Streikenden allerdings einen ersten Erfolg: Die
44 Entlassenen wurden vom verantwortlichen Subunternehmen wieder
eingestellt und Verhandlungen vereinbart“ – das ist die Einführung zu
dem Radiobeitrag „Erstmal zu Penny? Lieber nicht! Logistik-Streik im
größten Penny-Lager Nordostitaliens“ am 15. Januar 2016 bei Radio
Dreyeckland (eine Bearbeitung und Übersetzung von Berichten des freien
Radio Onda d'Urto)
https://rdl.de/beitrag/erstmal-zu-penny-lieber-nicht-logistik-streik-im-gr-ten-penny-lager-nordostitaliens

Siehe zum Hintergrund: „Gleich zwei Streiks von der italienischen
Polizei angegriffen: Penny und Bormioli. Der jüngste Baustein in der
EU weiten Offensive gegen das Streikrecht" am 13. Januar 2016 im
LabourNet Germany
http://www.labournet.de/?p=91575

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