Wenn überall in der EU Gewerkschaftsrechte bekämpft werden, geht
Spanien weiter voran -
Eintägige Protest-Generalstreiks hat es in Spanien mehrere gegeben –
auch am 29. September 2010. Wie damals so auch beim Generalstreik
2012 – es wird bis heute versucht, per Klassenjustiz sowohl Rache für
den Widerstand zu üben, als auch klare Signale zu geben, dass die
Demokratie der EU bestenfalls aus der Wahl gleichartiger Parteien,
keinesfalls aber in echten Aktionen besteht. Beim Streik 2010 war es
vor den Toren von Airbus in Getafe (Madrid) zu einer heftigen
Konfrontation gekommen, als die Polizei Streikposten angriff. Seitdem
sind 8 von ihnen – natürlich nicht von den Polizisten – unter Anklage,
und im Februar soll nun der Schauprozess beginnen. „Entrevista a José
Alcázar, de los 8 de Airbus“ am 12. Januar 2016 bei Ganemos CCOO ist
ein Gespräch mit einem der 8 Angeklagten auf der Seite der
organisierten Opposition im Gewerkschaftsbund CCOO (dem der
interviewte Kollege angehört). In dem Gespräch wird einerseits
unterstrichen, dass es in fünf Jahren nicht gelungen ist, die Kollegen
zum Schweigen zu bringen (es gab das „Angebot“ gegen ein
Schuldbekenntnis das Verfahren einzustellen, was sie ablehnten, da sie
die Kampagne „Streik ist kein Verbrechen“ mit initiiert haben) und zum
anderen, dass die systematische Verfolgung von GewerkschafterInnen in
Spanien ganz in der Tradition des Herrn Franco steht – und schließlich
wird zur weiteren Solidarität aufgerufen
http://www.ganemosccoo.org/index.php/8-ganemosccoo/383-entrevista-a-jose-alcazar-de-los-8-de-airbus
Siehe dazu weitere aktuelle Beiträge
http://www.labournet.de/?p=92008
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