Montag, 18. Januar 2016

Hoffnung für die Türkei?



Die Nachrichten, die uns aus der Türkei erreichen, fühlen sich dieser
Tage eigentlich recht aussichtslos an. Umso erstaunlicher der Beitrag
"Ankaras Politik ist gescheitert" von Hüseyin Dogru bei den Beobachter
News vom 17. Januar 2016, der zu dem durchaus optimistischen Schluss
findet, dass es in der aktuellen Lage im Prinzip nur besser werden
kann: "… Das einzige, was Ankara am Ende des Jahres 2015
außenpolitisch vorzuweisen hatte, sind die neuen Gespräche über die
EU-Beitrittsverhandlungen. Diese Gespräche wiederum werden nicht auf
Dauer sein. Der Grund hierfür ist das verlogene Spiel der EU in der
Türkei zulasten der Flüchtlinge aus den Krisengebieten. Parallel dazu
werden die militärischen Angriffe und Massaker der türkischen
Regierung in den kurdischen Gebieten wie zum Beispiel Sur, Silvan,
Cizire, Silopi, Nusaybin etcetera auch dazu beitragen, dass die
Türkei, wie schon das Osmanische Reich, die Festung Europa nicht
überwinden wird. Solange die Außen- sowie Innenpolitik Ankaras den
Wünschen eines der EU wohlgesonnen Diktators angepasst wird, gibt es
wenig Hoffnung für 2016. Für Erdogan. Denn wenn uns die Geschichte
eines gelehrt hat, dann die Tatsache, dass unterdrückte Menschen es
immer geschafft haben, Diktatoren zu stürzen." Unsere Gedanken sind
bei denen, die den Preis dafür zahlen…
http://www.beobachternews.de/2016/01/17/ankaras-politik-ist-gescheitert/

Siehe dazu zwei weitere lesenswerte Beiträge: Zum einen zur Frage der
Deutungshoheit über die aktuellen Konflikte in den kurdischen Gebieten
in der Türkei und zur Rolle des "Westens" sowie zum anderen - mehrfach
erstaunlich - einen Artikel des inhaftierten Cumhuriyet-Journalisten
Can Dündar in der "Welt"
http://www.labournet.de/?p=91894

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