Stand: 23.01.2016 04:45 Uhr
Mehr als ein Jahr ist es her,
dass in Mexiko 43 Studenten verschwanden. Unter dem
Druck der Angehörigen scheinen sich die Behörden zu
bewegen. Die Polizei nahm nun drei Verdächtige fest, die
in Verbindung mit einer Verbrecherbande stehen sollen.
Die mexikanische Polizei hat drei
Verdächtige im Fall der 43 verschleppten Studenten
festgenommen. Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten,
wurden sie in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero
gefasst. Dort waren die Studenten am 26. September 2014
verschwunden.
Unter den Festgenommenen sei ein
19-Jähriger, der im Verdacht stehe, einer kriminellen
Vereinigung anzugehören. Zwei der Festgenommenen würden
verdächtigt, die Studenten "aus der Hand der örtlichen
Polizei von Iguala" in Empfang genommen zu haben.
Bei einem 40-Jährigen handle es sich
um den Hauptverdächtigen im Fall des Studenten Julio César
Mondragón, dessen Leichnam mit entstelltem Gesicht
aufgefunden worden war. Im September war bereits ein Mann
festgenommen worden, der als Drahtzieher galt.
Bisher wurden aber nur die verkohlten
Überreste eines Studenten in einer Tüte in dem Fluss
gefunden. Die Hypothese, dass die Leichen eingeäschert
wurden, wird daher von mehreren Seiten stark angezweifelt.
Dazu zählt auch eine internationale Expertenkommission,
die den Fall eingehend untersucht hatte. Die Angehörigen
der Studenten hatten immer wieder mit Protesten und
Appellen auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht und so für
Druck auf die Behörden gesorgt.
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