Montag, 18. Januar 2016

Die Friedensverhandlungen in Kolumbien und ihre soziale Dimension – vor ihrem Abschluss…



„Drei Jahre ist es her, dass die Friedensverhandlungen zwischen den
Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) und der Regierung von
Juan Manuel Santos offiziell in Norwegen eröffnet wurden. Am 20.
Oktober 2012 erklärte Luciano Marín Arango alias Iván Márquez im Namen
der Guerilla: „Wir kommen aus dem Macondo der Ungerechtigkeit nach
Oslo, mit einem kollektiven Traum vom Frieden und einem Olivenzweig in
der Hand.“ Der Comandante legte die Messlatte von vornherein hoch und
erinnerte an die Ursachen des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten
Kampfs. „Strukturelle Veränderungen“ seien nötig, die über die in
monatelangen geheimen Treffen festgelegten Tagesordnungspunkte
hinausgingen. Darauf erwiderte der Leiter der Regierungsdelegation,
Humberto de La Calle: „Wenn die Farc im Bergbau- und Energiesektor
mitreden will, dann muss sie die Waffen niederlegen, Politik machen
und Wahlen gewinnen.“ Und er setzte die Rebellen unter Druck, indem er
verkündete, die Verhandlungen würden nicht lange dauern: „Es wird ein
schneller und effizienter Prozess werden. Ein Prozess, der Monate und
nicht Jahre in Anspruch nehmen wird.“ Verhandelt wird seit November
2012 in Havanna“ – so beginnt der Beitrag „Frieden und Wahrheit für
Kolumbien“ von Maurice Lemoine am 07. Januar 2016 in der deutschen
Ausgabe von Le Monde Diplomatique, worin auch ausführlich auf die
Debatten – und ihre Konsequenzen – über die soziale Dimension der
Verhandlungen eingegangen wird
http://monde-diplomatique.de/artikel/!5258741

Siehe dazu auch einen Beitrag zum Verhältnis des bewaffneten
Widerstands zum „sozialen Tisch“ als Begleitgruppierung zu den
Friedensverhandlungen
http://www.labournet.de/?p=91851

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