Dienstag, 6. November 2018

Mobilisierungsdebatte: Wie kämpfen (gegen Kapitalismus)?


[Buch] Neue Klassenpolitik. Linke Strategien gegen Rechtsruck und 
Neoliberalismus

"Seit den Wahlerfolgen der AfD werden die Ursachen des Rechtsrucks 
diskutiert und die soziale Frage wiederentdeckt. Während sich die 
Rechte als Alternative präsentiert, machen die etablierten Parteien so 
weiter wie bisher. Die gesellschaftliche Linke aber scheint blockiert 
und hat sich in einer Diskussion festgebissen, die kulturelle und 
soziale Kämpfe künstlich trennt. Dabei sind sie gemeinsam die 
Grundlage für linke Politik – für eine Neue Klassenpolitik nämlich, 
die die Interessen der Lohnabhängigen und sozial Abgehängten ernst 
nimmt und zugleich Antirassismus, Feminismus und die 
Anerkennungskämpfe gesellschaftlicher Minderheiten nicht für 
zweitrangig erklärt. Die überwältigende Mehrheit der Menschen muss 
ihre Arbeitskraft verkaufen, um zu überleben. Das gilt nicht nur für 
weiße Männer in Fabriken, sondern auch für migrantische Altenpfleger 
und Paketzustellerinnen. Die Chance einer Klassenpolitik auf der Höhe 
der Zeit liegt darin, Menschen verschiedener Identitäten zu vereinen, 
ohne zu ignorieren, was sie voneinander unterscheidet. Der Band 
versammelt rund 20 Beiträge zur Neuen Klassenpolitik: Was haben 
Feminismus, Antirassismus und Internationalismus mit Klassenkampf zu 
tun? Welches sind die gesellschaftlichen Orte von 
Klassenauseinandersetzungen? Und mit wem und gegen wen muss eigentlich 
gekämpft werden? Die Beiträge zeigen: Ob nun im Stadtteil, in der 
Betriebsgruppe, in einer Partei oder im Alltag: Soziale Kämpfe sind 
allgegenwärtig." Verlagsinfo des Berliner Verlags Bertz und Fischer 
und das Inhaltsverzeichnis zum gerade erscheinenden und von Sebastian 
Friedrich mit der Redaktion analyse & kritik herausgegebenen 
Sammelband (ca. 150 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86505-752-5, 2018, 
14,00 EUR) mit Beiträgen von Peter Birke, Silvia Federici, Frigga 
Haug, Gabriel Kuhn, Keeanga-Yamahtta Taylor, kollektiv! aus Bremen, 
Georg Seeßlen, Ceren Türkmen, Mag Wompel und anderen. Siehe zum Buch 
zwei Vorabdrucke sowie als Leseprobe im LabourNet Germany den Beitrag 
von Christian Frings: "Neue Klassenpolitik ohne Klassenkampf? Die 
Mystifikation des gesellschaftlichen Antagonismus im regulierten 
Tarifkonflikt"
http://www.labournet.de/?p=139439

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