Mittwoch, 27. Juni 2012

Tausende bei „Bochumer Künstler für Opel“

26.06.12: Von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz bis zu Sängern des Musicals „starlight express“ bekundeten gestern abend in Bochum viele vor ca. 3.000 Besuchern ihre Solidarität mit den Opelanern, die schon sechsmal die Schließung des Werkes durch den Kampf verhindert haben. Das Steigerlied - gespielt von Bläsern der Bochumer Philharmoniker, eine kurze Theaterszene, Songs, auch humorvolle Geschichten wie die von „Opas weißem Kadett“ - vielfältig kommt zum Ausdruck „Bochum ist Opel“ und „Opel ist für die Region unverzichtbar!“ „Hier bin ich zuhause, ihr habt mir gezeigt, was Leben bedeutet“ erklärt der hier groß gewordene Schauspieler Armin Rohde. Vor Ort unterschreibt er das „Zukunftsprogramm“ wie viele andere, darunter auch ein ganzer Schwung von Betriebsräten, die aus Sprockhövel gekommen sind. Vom VfL Bochum werden die Opelaner eingeladen, beim Saisoneröffnungsspiel das Stadion mit Transparenten zur Tribüne ihres Kampfes zu machen. Der Direktor des Anfang des Jahres selbst von Schließung bedrohten Kunstmuseums bedankt sich für damals geleistete Solidarität und zieht die Lehre: “Wir dürfen uns nicht Angst machen lassen und erstarren!”. Schilder, T-Shirts, ein großes Transparent der Opelaner - die Zuhörer auf dem Platz machen deutlich, dass der Kampf gegen die Werkschließung ihrer aller Sache ist. Das Frauenkomitee BASTA wirbt unübersehbar fürs Protestcamp (ab 12.30 Uhr) und Soldaritätsfest (ab 19.30 Uhr) am 28.6. vor Tor 4 an der Wittener Str. Ein spanischer Gewerkschafter aus Asturien erklärt von der Bühne „Die gleichen Probleme wie hier in Bochum haben wir auch in Spanien. Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. Wir setzen darauf, dass der Kampf wie vor Jahren gewonnen wird“. Und so blitzt am sonst ruhigen Abendhimmel auch die Kraft der internationalen Arbeitereinheit auf.

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