Die Angst der Herrschenden vor der Wirtschaftskrise
“Die
Nervosität von Monopolen und Regierung im Hinblick auf eine neue
Weltwirtschafts- und Finanzkrise wächst. Vor diesem Hintergrund beginnen
hektische Bemühungen zur Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter
und breiten Massen, aber auch zur Krisendämpfung. Die
Unternehmerverbände haben gegenüber der Regierung bereits ein
umfassendes Krisenprogramm angemahnt. So fordert der Präsident der
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer,
“bereits geplante öffentliche Investitionen beschleunigt” umzusetzen,
sowie ein “Belastungsmoratorium für die deutsche Wirtschaft”. Solange
soll auf “neue bürokratische Regelungen” und weitere
“Wahlkampfgeschenke” wie die von der SPD befürwortete “Grundrente”
verzichtet werden. In Tarifverträgen müssten mehr “Öffnungsklauseln”
ermöglicht werden. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer findet die
„Rente mit 63 zu teuer“ und „die überbordende Mindestlohnbürokratie“
kontraproduktiv. Ins gleiche Horn bläst BASF-Chef Martin Brudermüller.
Er plädiert für ein “großes Reformpaket” nach dem Vorbild der “Agenda
2010″ der Schröder/Fischer-Regierung. Die Digitalisierung erfordere eine
“weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarkts”. Damit orientieren
führende Monopolvertreter auf einen Kurs der rigorosen Abwälzung der
Krisenlasten im Rahmen einer weiteren Forcierung der Rechtsentwicklung
von Regierungen und bürgerlichen Parteien – was die Klassenwidersprüche
zweifellos verschärfen würde. Dazu gehört auch die mutwillige
Verzögerung bis Verweigerung dringend notwendiger Umweltschutzmaßnahmen.
(…) Die Große Koalition setzt gegenwärtig im Rahmen ihrer
hauptsächlichen Regierungsmethode des Systems der kleinbürgerlichen
Denkweise aber auch auf einzelne kleinere Zugeständnisse. (…) Das ändert
jedoch nichts an den gesetzmäßigen Ursachen von Überproduktionskrisen
im Kapitalismus. Es ist eben nicht allein die Unterkonsumtion der
Massen, die zu solchen Krisen führt, sondern ihr untrennbarer
Zusammenhang zum Zwang für die Kapitalisten, die Produktion schrankenlos
auszudehnen…” Beitrag vom 20. August 2019 von und bei Rote Fahne News
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