Mittwoch, 17. Juni 2015
Trier: Für ein gutes Leben ohne Grenzen - Die Stadt gehört uns allen!
Demonstration am 20.06.2015
Start: 14.00 Uhr Jägerkaserne Trier West (Eurener Straße 50)
Zwischenkundgebung 15.30 Uhr Augustinerhof, Abschluss Hauptmarkt
Wir sind erschüttert über das Massensterben im Mittelmeer. Die Ignoranz der europäischen Politik, die ungerührt vom Leid der Geflüchteten auf Abschottung setzt und Europa weiter zur Festung ausbaut, macht uns wütend.
Bei den Katastrophen im Mittelmeer handelt es sich nicht um "tragische Unglücke". Sie sind die direkten Folgen einer Politik, die versucht die Flucht von Menschen nach Europa mit allen Mitteln zu verhindern. Wir sind entsetzt, dass anstatt sichere Fluchtwege zu schaffen die militärische Abschirmung verstärkt wird. Europa antwortet auf Kriege und Armut die es mitverursacht mit Abschiebung in eben diese Kriege und diese Armut. Der gleichen Logik folgt auch der Versuch der Bundesregierung das Asylrecht nochmals zu verschärfen und Geflüchtete wie Verbrecher zu behandeln.(http://www.asylrechtsverschaerfung-stoppen.de)
Wir fordern - Fähren statt FRONTEX! Legale Wege nach Europa schaffen!
Seenotrettung ausbauen! Abschottung und Militarisierung stoppen!
Wir wenden uns gegen die Ideologie des Rassismus die durch in der Öffentlichkeit verbreitete Ressentiments und durch die Politik der ungleichen Behandlung von Menschen zum Ausdruck kommt. Immer wieder wird versucht bestimmte soziale, ethnische oder politische Gruppen zum Sündenbock für aktuelle Krisenerscheinungen zu machen. Die Rede von „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „Schmarotzern“ ist der ideale Nährboden für Neofaschismus, Nationalismus und Rechtspopulismus. Dem Versuch Angst und Misstrauen zu schüren stellen wir uns entgegen. Wir lassen uns nicht entsolidarisieren, wir kämpfen gemeinsam gegen alle Ideologien die die Gleichwertigkeit von Menschen in Frage stellen!
Wir beobachten immer wieder, wie versucht wird, unterschiedliche soziale Problemlagen gegeneinander auszuspielen, nach der Logik: „Zuerst für die Deutschen die in Not sind bevor Flüchtlinge unterstützt werden!“, als ob Menschenrechte von der Staatsangehörigkeit abhingen. Und Fakt ist: Beide Gruppen – unabhängig von der Herkunft - sind die Leidtragenden der gleichen herrschenden Verhältnisse und haben ähnliche Interessen und Bedürfnisse.
Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde. Doch während 10% der Bevölkerung über 71% der Vermögen verfügen gibt es für viele Andere Armut per Gesetz: etwa durch Leistungskürzungen, prekäre Arbeitsverhältnisse oder gar Arbeitsverbote, Schikane auf den Arbeitsämtern und Ausländerbehörden. Maßnahmen zur Inklusion von Menschen mit Behinderung gelten nicht als finanzierbar, Wohnungslose erfrieren im Winter auf den Straßen deutscher Städte ohne Rücksicht darauf, was in ihrem Pass steht.
Wir finden: Wohlstand und Reichtum müssen dringend gerechter verteilt werden. Deswegen fordern wir nicht nur ein Umdenken in der europäischen und deutschen Flüchtlingspolitik sondern setzen uns für konkrete Veränderungen in unserer Stadt ein. Obwohl der politische Wille für eine dezentrale Unterbringung vorhanden ist, müssen auch in Trier Geflüchtete in Sammelunterkünften, Containern und sogar Zelten untergebracht werden. Gleichzeitig leben Menschen in verfallenden Wohnungen. Beides sind unerträgliche Bedingungen die aufhören müssen. Die einen werden durch steigende Mieten in die Randbezirke der Stadt verdrängt oder zwangsgeräumt, die anderen in Elend und Krieg abgeschoben. Wir wollen, dass sie bleiben können!
Alle Menschen die hier leben, egal welchen Aufenthaltsstatus oder welche finanziellen Möglichkeiten sie haben, haben ein Recht auf bezahlbaren und lebenswürdigen Wohnraum, eine gute Gesundheitsversorgung, nachhaltige Mobilität und Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Unser Ziel ist eine emanzipatorische und inklusive Gesellschaft, die alle mit einschließt die hier leben oder leben möchten.
Kommt zu unserer Demonstration und lasst uns gemeinsam beitragen zu einer Stadt und einer Welt in der ein gutes Leben für alle möglich ist.
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http://www.buntes-trier.org
http://www.agf-trier.de
Die AG Frieden unterstützt die Demonstration von "Für ein buntes Trier gemeinsam gegen Rechts e.V.
Der Ak Asyl der AGF wird mit einem Redebeitrag und Informationen vertreten sein.
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