In diesen Tagen macht vor allen Dingen das Verfahren gegen die Tochter
des ehemaligen Staatspräsidenten Isabel dos Santos auch außerhalb
Angolas Schlagzeilen: Die reichste Frau Afrikas bekam ihre (besser
wohl: Einige ihrer) Konten eingefroren wegen des laufenden
Betrugsverfahrens gegen sie und ihren Ehemann. Ein Zeichen für
zumindest zwei Dinge auf einmal: Die „Veteranen-Bereicherung“ der MPLA
ist nach beinahe 4 Jahrzehnten offensichtlich ans beginnende Ende
gelangt. Und die neuen Kräfte, die da am Werk sind, wollen die seit
langem eingeschlagene Förderung der Privatwirtschaft wesentlich
aktiver und systematischer vorantreiben als bisher – auch gedrängt von
den Problemen, die die auf Erdöl basierende Wirtschaft erlebt.
Weswegen man mit dem Internationalen Währungsfonds zusammen arbeitet –
dessen Schreibtisch-Sturmtruppen ihr übliches Programm umsetzen
wollen, ganz ohne auf Änderungen im Ton bei Sonntagsreden Rücksicht zu
nehmen. Die jüngsten Streiks der Ölarbeiter bei Halliburton – einer
der neuen wichtigen „Partner“ des staatlichen Ölkonzerns Sonangol –
seien, so ein Sprecher der Regierung, nur der Anfang, man werde mehr
davon erleben, wenn erst das Programm mit dem IWF „umgesetzt“ werde,
aber damit werden man leben müssen – und können. Zur aktuellen
Entwicklung in Angola eine kleine Materialsammlung, in der versucht
wird, das Abkommen mit dem IWF in den Rahmen des Veränderungsprozesses
nach dem Ende des Santos-Regimes zu stellen
https://www.labournet.de/?p=160868
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