Montag, 13. Januar 2020

Das angebliche Zugeständnis der französischen Regierung verhindert nicht die Armutsrente – der Kampf geht weiter, trotz Polizeigewalt, Propagandakampagnen und gewerkschaftlicher Spaltungspolitik



Unisono mit den bürgerlichen Medien in Frankreich schlagen auch die in 
der BRD den Ton an, eine wesentliche Forderung der Bewegung gegen 
Macrons Reform hin zur Armutsrente – die Verhinderung der Erhöhung des 
Eintrittsalters - sei erfüllt: Und begleitet dies mit Lob für die 
Lieblingsgewerkschaft von Frankreichs Bürgertum. Die CFDT – im 
Gegensatz zu den „Radikalen“ – versucht denn auch sofort, diesen 
„Ball“ aufzunehmen und gemeinsam mit der UNSA (die bei ihrer eigenen 
Gewerkschaft im Pariser Nahverkehr allerdings erfolglos blieb) Kurs 
auf ein Ende der Bewegung zu nehmen. In der gemeinsamen Erklärung 
„Jusqu’à la victoire“ vom 11. Januar 2020 (hier bei SUD Solidaires 
dokumentiert) unterstreicht die Intersyndicale ihre grundsätzlich 
andere Haltung: Weder handele es sich um ein wirkliches Zugeständnis, 
noch sei das Rentenalter die zentrale Frage, sondern das Punktesystem 
bei der Rentenberechnung bedeute eben ein Armutskonzept. Die 
beteiligten Organisationen CFE-CGC, CGT, FO, FSU, Solidaires, UNEF, 
UNL und MNL rufen zu weiteren Aktionen zunächst bis zum 16. Januar auf 
und kündigen an, am 15. Januar, bei einem erneuten Treffen, weitere 
Mobilisierung zu beschließen. Siehe dazu fünf weitere aktuelle 
Beiträge zur Kritik der angeblichen Zugeständnisse und ihrer 
gewerkschaftlichen Fanclubs, sowie der wachsenden Polizeigewalt 
https://www.labournet.de/?p=160886

Am Nachmittag des 13.1. folgt ein Artikel von Bernard Schmid dazu - 
siehe in seinem letzten Artikel die Bildergalerie mit Fotos und 
Kommentaren von Bernard Schmid der Demo gegen Renten"reform" am 9.1. 
in Paris
https://www.labournet.de/?p=160471

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