Lieber Unterstützer*innen der Solidaritätsinitiative mit den AkademikerInnen für den Frieden in der Türkei,
die Aufklärungs- und Solidaritätsarbeit hierzulande hat viel bewegt: Sharo Garip, Meşale Tolu, Adil Dermici, Peter Steudtner oder Deniz Yücel sind wieder unter uns und können von hier aus mit uns für eine friedliche und demokratische Entwicklung in der Türkei wirken.
Es kommt jetzt darauf an, die aktuelle deutsche Türkeipolitik zu beenden, die das Erdogan-Regime nach innen stabilisiert und dessen Aggression nach außen unterstützt. Wenn die deutsche Bundesregierung weiter Waffen an die Türkei exportiert, wenn das Auswärtige Amt dafür wirkt, dass die EU im Zuge der türkischen Invasion in Syrien kein Waffenembargo gegenüber der Türkei verhängt, wenn die Annexion von Afrin und Rojava und die damit einhergehende Vertreibungs- und Umsiedlungspolitik geduldet wird, dann heißt es: Sag nein!
„Es liegt in unser aller Hand, den Frieden möglich zu machen.“
So lautet die politische Erklärung, die dem Schweigen über die verbrecherische Politik in Nordsyrien ein Ende bereiten soll, und die Sie unten in der Mail finden.Erstunterzeichner sind unter anderem der Schriftsteller Doğan Akhanlı, der Journalist Günter Wallraff, der Journalist und UNO-Korrespondent Andreas Zumach, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover a. D. Dr. h. c. Herbert Schmalstieg, Prof. Dr. Christoph Butterwegge oder der Regisseur Volker Lösch.Wir wollen diese Erklärung im neuen Jahr als Zeitungsanzeige veröffentlichen und sind dafür auf Spenden angewiesen. Welche Zeitung in Frage kommt und wie groß die Anzeige sein kann, wird sich aus der Höhe der Spenden ergeben. Wir rechnen nach aktuellen Angeboten mit Kosten zwischen 3000 und 5000 Euro.
Wir bedanken uns im Voraus für jede Art der Unterstützung, auch 5 Euro Spende sind eine willkommene Hilfe.
Wir bedanken uns im Voraus für jede Art der Unterstützung, auch 5 Euro Spende sind eine willkommene Hilfe.
Dafür können Sie das folgende Spenden-Konto nützen unter dem Stichwort:
Anzeige Aufruf
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Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.
Sparkasse Köln Bonn
IBAN: DE50 3705 0198 1933 1181 41
BIC: COLSDE33XXX
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Der Menschenrechtsverein Türkei / Deutschland e.V. ist als gemeinnützig anerkannt, Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Hierzu bitten wir Sie, im Verwendungszweck der Überweisung den vollständigen Namen und die Adresse des Spenders aufzuführen.
Bei Rückfragen können Sie sich gerne melden:
kontakt@solidaritaetsbrief.org
kontakt@solidaritaetsbrief.org
Mit den allerbesten Friedensgrüßen für 2020.
Sharo Garip und Senta Pineau
Sharo Garip und Senta Pineau
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Es liegt in unser aller Hand, den Frieden möglich zu machen
In den türkischen Gefängnissen wird gefoltert. Die türkische Regierung hat erneut das Militär in Syrien einmarschieren lassen und missachtet die Menschenrechte und das Völkerrecht.
Wir können angesichts dieses Unrechts nicht schweigen. Denn diese Verbrechen wären nicht möglich ohne die Unterstützung durch die deutsche Regierung.
Denn die Panzer, die erneut die syrische Grenze überquert haben, sind auch deutsche Panzer. Denn die Mittel, mit denen die Würde derjenigen gebrochen werden soll, die für unser aller Würde eintreten, stellt auch Deutschland bereit. Die Bürgschaften, mit denen die türkische Wirtschaft, der die geflohenen Akademiker, Intellektuellen, Studierenden, Frauen, Demokraten fehlen, geölt wird, sind auch deutsche Bürgschaften.
Wir können nicht schweigen, weil das Verlangen nach Demokratie, das wir verstummen lassen, auch unsere Demokratie begräbt. Wir können nicht schweigen, weil die Würde der Verfolgten und zum Schweigen Gebrachten, die Würde derjenigen, die für Menschenrechte und Demokratie eintreten, auch unsere Menschenwürde ist.
Die Hilferufe der unterdrückten Kurden, anderer ethnischer und religiöser Minderheiten und der Oppositionellen sind daher auch unsere Hilferufe.
Daher fordern wir: Keine weitere Waffe soll aus Deutschland an das türkische Regime geliefert werden. Kein weiterer Mensch darf der Folter ausgeliefert werden. Wer verfolgt wird und hier Zuflucht sucht, soll hier eine Heimat finden. Kein weiterer Kredit und keine Bürgschaft sollen bewilligt werden, bis die Gefahr des Krieges und die Missachtung des Rechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit gebannt ist; bis die türkischen Soldaten aus allen besetzten Gebieten anderer Länder abgezogen sind. Und wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich in den Vereinten Nationen dafür einzusetzen, dass der Krieg des türkischen Staates als Bruch des Völkerrechts verurteilt wird. Denn Schweigen tötet.
Wir fordern dies in dem Wissen, dass die türkische Regierung für ihre Politik auf das stillschweigende Zutun der Bundesregierung angewiesen ist. Es liegt in unser aller Hand, den Frieden möglich zu machen.
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