Mittwoch, 18. Dezember 2019

Mehrtägiger Adventsstreik ab 10.12.19 bei Amazon in Rheinberg und Werne und…


Arbeitsunrecht: Der Weihnachtsmann bestellt NICHT bei AmazonSeit Mitternacht (Dienstag, 10.12.) sind die Beschäftigten der Amazon-Standorte Rheinberg und Werne dazu aufgerufen, bis einschließlich Samstag die Arbeit niederzulegen. Mit dem „Adventsstreik“ will ver.di das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers stören. Bereits zu Beginn der Vorweihnachtszeit waren Beschäftigte des Online-Riesen bundesweit für mehrere Tage in den Streik getreten. Neben der Anerkennung der Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel NRW fordert ver.di schon länger einen Tarifvertrag “Gute und gesunde Arbeit”. Die Landesfachbereichsleiterin für den Handel, Silke Zimmer, erklärte: „Amazon sieht sich mittlerweile gezwungen Werbespots zu schalten, in denen die angeblich hervorragenden Arbeitsbedingungen bei Amazon gepriesen werden. Das zeigt, dass der Druck auf das Unternehmen ziemlich hoch ist und Amazon sich für den andauernden Protest der eigenen Beschäftigten rechtfertigen muss. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Mit einem langen Atem können wir Amazon deutlich machen, dass es sinnvoller wäre, in die Beschäftigten zu investieren und endlich nach den Tarifverträgen des Einzelhandels NRW zu bezahlen, statt teure Werbung zu schalten.“ Gerade in der Vorweihnachtszeit steige die Belastung der Beschäftigten massiv an. „Es müssen tausende Päckchen und Pakete gepickt und gepackt werden. Hinzu kommen eine enorme Taktung und der dadurch steigende Zeitdruck. Das hat negative Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten. Wir brauchen zwingend einen Tarifvertrag „Gute und gesunde Arbeit“ bei Amazon“, so Zimmer abschließend…” Pressemitteilung des Fachbereich Handel ver.di NRW vom 10.12.2019 externer Link – siehe dazu:
  • Amazon-Streik geht bis Samstag, 21. Dezember weiter in Rheinberg, Koblenz, Bad Hersfeld und Leipzig New
    Beim Online-Versandhändler Amazon in Bad Hersfeld haben am Montag 250 von etwa 1.500 Mitarbeitern in der Frühschicht die Arbeit niedergelegt. Noch bis Samstag soll gestreikt werden. (…)”Aktuell streiken 250 Mitarbeiter der Frühschicht”, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke am Montag. Am Morgen stehen ihrer Schätzung zufolge etwa 1.500 Mitarbeiter im Dienstplan. Die Gewerkschafterin rechnet mit einer Streikbeteiligung von 500 Mitarbeitern im Laufe des ganzen Tages. Laut Amazon wurde auch für die Standorte Leipzig und Koblenz zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen…” Meldung vom 16.12.19 bei hessenschau.de externer Link: “Sechs-Tage-Streik läuft seit Montagmorgen: Amazon-Mitarbeiter wollen Weihnachtspäckchen liegen lassen” – siehe bei ver.di die Landespressemitteilungen externer Link zu den Streiks in Rheinberg, Koblenz, Bad Hersfeld und Leipzig
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=159116

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