Der Innenverteidiger äußerte nach dem Spiel die Erwartung, dass die Übeltäter »bald gefunden und bestraft« würden. Dies müsse in einem derart modernen Stadion wie dem von Tottenham mit seinen vielen Überwachungskameras möglich sein, schrieb der 26-Jährige im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er sei »wirklich traurig« darüber, dass wieder Rassismus bei einem Fußballspiel zu beobachten sei.
Rüdiger betonte jedoch zugleich, er wolle nicht den gesamten Tottenham-Club für den Vorfall verantwortlich machen. Er wisse, dass »nur ein paar Idioten« die Übeltäter seien. Der Fußballer betonte, er habe viel Zuspruch und Nachrichten erhalten - auch von Fans der Spurs. Für diese bedankte er sich ausdrücklich.
Rüdiger hatte erst vor einem Monat eine strikte Reaktion auf Rassismus angekündigt. Dann sei er »der Erste, der rausgeht. Ich mache das! Ich habe keine Furcht vor den Konsequenzen«, sagte er damals der »Bild am Sonntag«.
Dies seien Vorfälle, die nicht toleriert werden dürften. Er sei »ein Mensch wie jeder andere auch, nur mit ein paar Pigmenten mehr«.
Tottenham kündigte nach den rassistischen Gesängen gegen Rüdiger eine »gründliche Untersuchung« an. »Jede Form des Rassismus ist völlig inakzeptabel und wird in unserem Stadion nicht toleriert werden«, hieß es in einem Statement des Clubs.
Tottenham-Trainer José Mourinho zeigte sich »enttäuscht« über den Vorfall. Sein Club werde »intern« damit umgehen. »Ich hasse Rassismus in der Gesellschaft, ich hasse Rassismus im Fußball«, sagte der Portugiese.
Die rassistischen Gesänge hatten eingesetzt, nachdem der Tottenham-Spieler Son Heung-min nach einem Zusammenstoß mit Rüdiger gegen diesen nachgetreten hatte und dafür vom Feld geschickt worden war. Mourinho kritisierte Rüdiger allerdings dafür, theatralisch zu Boden gegangen zu sein. Seiner Meinung nach sei dies »keine rote Karte« gewesen. Das Spiel endete 2:0 für Chelsea. Agenturen/nd
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