Freitag, 27. Dezember 2019

Ein erfolgreicher Kampf um „den“ Platz (der Würde) in Santiago – und wachsende Versammlungen im ganzen Land



„... Nach der Großdemonstration am Freitag, 13. 12. kündigte der 
Intendent der Hauptstadt Santiago an, auf dem Patz der Würde (früher 
Plaza Italia) keine Demonstrationen mehr zuzulassen. Am Donnerstag 
wurde der Platz mit Gittern abgesperrt und von berittenen Carabineros 
kontrolliert. Für den Freitag, 20. 12. stellte der Intendant Felipe 
Guevara ab dem frühen Nachmittag 1000 Carabineros bereit, die die 
Demonstrant*innen von dem Platz fernhalten sollten. Aber die 
Jugendlichen der Primera Línea, der Ersten Reihe, die seit über zwei 
Monaten mit unglaublichem Mut das Demonstrationsrecht durchsetzen, 
haben es gegen diesen Riesenapparat und die Wasserwerfer geschafft, 
die Gitter abzuräumen und wieder auf den Platz zu kommen. Die 
unsägliche Staatsgewalt forderte an diesem Tag wieder viele Opfer 
durch Gummigeschosse und Gasgranaten, die von den Pacos, wie die 
Carabineros hier abschätzig genannt werden, immer wieder aus kürzester 
Distanz und in Kopfhöhe auf die Demonstrant*innen abgefeuert 
werden...“ – so beginnt das „Update aus Santiago“ der zweite Teil der 
Reisenotizen aus Chile von Alix Arnold vom 22. Dezember 2019 - wir 
danken! Siehe den aktuellen zweiten Bericht – und den Hinweis auf den 
ersten Teil dieser Reisenotizen
https://www.labournet.de/?p=159882

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