Vereinte Nationen unterstützen Idee der Grundsicherung und fordern Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze Demonstration am 14. September 2013: Grundeinkommen ist ein Menschenrecht!

“…
Die
Hartz-IV-Sätze sollten erhöht werden. Zu diesem Ergebnis kommt das
Hochkommissariat für Menschenrechte in seinem neuen Bericht über
Deutschland. Alle fünf Jahre überprüft ein Gremium, ob der Sozialpakt
der Vereinten Nationen von den Mitgliedsländern auch eingehalten wird.
Die Kritik des Sozialausschusses setzt bei der Methode an, wie die
Grundsicherung berechnet wird. (…) Bei der bayerischen Initiative
“Rechte statt Reste” kommt der Bericht gut an. Dem Bündnis gehören unter
anderem die Caritas, die Diakonie und die Gewerkschaft Verdi im
Freistaat an. Weil sie sich nicht nur auf Kritik am Hartz-IV-Satz
beschränken wollten, hatten die Mitglieder des Bündnisses sich an die UN
gewandt. Solche Parallelberichte sieht das Verfahren vor. (…) Die Frage
ist nur, wie es jetzt weitergeht. Zwar hat sich die Bundesregierung
verpflichtet, den Sozialpakt einzuhalten. Sanktionen sieht der aber
nicht vor. Die Initiative will nun weiter Druck in Berlin machen – in
der Hand den Prüfbericht der UN.” Beitrag von Birgit Harprath vom 1. November 2018 bei BR24 
, siehe dazu:
- Vereinte Nationen fordern Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze
“Fünf Euro am Tag für die Ernährung, ein Euro täglich für die
Mobilität und nur ein Euro pro Monat für die Bildung – die deutschen
Hartz IV-Sätze decken die grundlegenden Bedarfe von Menschen kaum ab.
Das kritisieren nun auch die Vereinten Nationen. Im Rahmen einer
Überprüfung des UN-Sozialpaktes hatte der Sozialausschuss am
Hochkommissariat für Menschenrechte Ende September in Genf eine
Delegation der Bundesregierung und Vertreter der deutschen
Zivilgesellschaft angehört. Im nun vorgelegten Abschlussbericht spart
das Gremium nicht mit Kritik. Der Ausschuss sei besorgt, dass das Niveau
der Grundsicherung – also u.a. Hartz IV – keinen angemessenen
Lebensstandard erlaube, heißt es in dem Papier. „Der Ausschuss empfiehlt
eine Erhöhung der Grundsicherung durch eine Verbesserung der
Berechnungsmethode“ (Abs. 47). Daneben fordert er u.a. die Überprüfung
der Sanktionspraxis in den Jobcentern. Erhöht werden müssten auch die
Mietsätze, um den hohen Preisen am Wohnungsmarkt zu entsprechen. Zudem
sollten arme Haushalte vor Stromsperrungen geschützt werden. Die
bayerische Initiative Rechte statt Reste, die sich an dem Verfahren mit
einem so genannten Parallelbericht beteiligt hat, sieht sich durch die
Forderungen der UN bestätigt. „Wir sind nach Genf gefahren, um deutlich
zu machen, dass die sozialen Menschenrechte auch im reichen Deutschland
bedroht sind“, so Willibald Strobel-Wintergerst von der Caritas München.
Aus Sicht von Hubert Thiermeyer, ver.di Bayern, muss die Rüge der
Vereinten Nationen schnell zu einem Umdenken in der Sozialpolitik
führen: „Wir fordern, dass die Bundesregierung die Vorgaben der UN
unmittelbar umsetzt.“ Der Handlungsbedarf sei groß, bestätigt Efthymia
Tsakiri vom Diakonischen Werk Bayern: „Nach unseren Gutachten müssten
die Hartz-IV-Sätze mindestens um ein Viertel erhöht werden.“…” Meldung vom 30. Oktober 2018 beim KDA Bayern 
- Diese Entscheidung der Vereinte Nationen ist sehr wichtig. Nicht
wegen der Sanktionsmöglichkeiten, sondern wegen der völkerrechtlichen
Bindung nach Art. 25 GG. Damit kann das BVerfG bei der Bewertung des
Regelsatzes diese Haltung der UN nicht unterm Tisch fallen lassen. Die
(freiwillige) Bindung an den UN-Sozialpakt wurde sogar ratifiziert, hat
also Rechtskraft.
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