Donnerstag, 21. Juni 2018

Nach der Wahl in Kolumbien: Die Wiederkehr der (Bürger)Kriegstreiber?



54% der Stimmen hat der Präsidentschaftskandidat der Konservativen, 
Rechten und Rechtsradikalen Ivan Duque in Kolumbien gewonnen – in 
einer Atmosphäre, die durch Hass- und Angstpropaganda ebenso 
gekennzeichnet war, wie durch Drohungen – und durch fortgesetzte Morde 
an Aktiven sozialer Bewegungen. Auf der anderen Seite: Noch nie hat in 
Kolumbien ein linker Kandidat so viele Stimmen bekommen, wie die 41% 
für Gustavo Petros, was runde 8 Millionen Wählerinnen und Wähler 
bedeutete. Er war, so viel ist eindeutig fest zu halten, der Kandidat 
der sozialen Bewegungen und der Gewerkschaften, auch der linken 
Gewerkschaften, die einen unabhängigen Kurs verfolgen. In den 
Hochburgen sozialer Bewegungen und in der Hauptstadt Bogota hat er die 
Wahlen gewonnen, in ländlichen Gegenden, Kleinstädten und 
Mittelklasse-Vierteln nicht. Nach der verlorenen Wahl unterstrich er, 
er werde versuchen, vom Senat aus den weiteren Widerstand zu stärken, 
die 8 Millionen Stimmen seien eine hervorragende Basis dafür. Zur 
Situation in Kolumbien nach der Wahl, zwischen reaktionärer 
Gewalt-Offensive und wachsenden Protestbewegungen, unsere aktuelle 
kommentierte Materialsammlung „Wiedergänger an der Macht? – Wie 
entwickelt sich der Widerstand mit „Uribe 2“ als Regierungschef in 
Kolumbien?“ vom 20. Juni 2018
http://www.labournet.de/?p=133711

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